DAZ aktuell

Lieferengpass als Unwort 2019

Vorschlag von Gunnar Müller

ks/ral | Jedes Jahr wird das „Unwort des Jahres“ gewählt. Das nächste könnte „Lieferengpässe“ lauten. Gunnar Müller, Apotheker und Fraktionsvorsitzender der Basis­Apotheker in der westfälisch-lippischen Kammerversammlung, hat diesen Vorschlag eingereicht.
Screenshot: DAZ

„Unwort des Jahres“. Die Aktion möchte auf öffentliche Formen des Sprach­gebrauchs aufmerksam machen, die möglicherweise auf den ersten Blick harmlos daherkommen, aber in ihrer Intention oder auch aus Gedanken­losigkeit gegen wichtige Prinzipien (Menschenwürde, Demokratie) verstoßen, einzelne Gruppen diskriminieren oder euphemistisch, verschleiernd oder gar irreführend sind. Jeder Bürger kann Vorschläge für das Unwort des Jahres einreichen. Gunnar Müller, Apotheker aus Detmold und Wortführer der BasisApotheker in der Apothekerkammer Westfalen-Lippe hat nun von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Sein Vorschlag: Lieferengpässe. Dazu angeregt hat ihn das „Tagebuch“ von Peter Ditzel vom 4. August, wie Müller in seiner E-Mail an Jury-Mitglied Prof. Dr. Martin Wengeler schreibt. Der Apotheker ordnet die „Lieferengpässe“ als „euphemistisch, verschleiernd oder irreführend“ ein. Wäre schön, wenn Lieferengpässe zum Unwort des Jahres 2019 würden. Es ist allerdings zu erwarten, dass sie einige Konkurrenz haben werden. Noch bis Ende des Jahres können Vorschläge für das Unwort des Jahres 2019 eingereicht werden. |

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