Arzneimittel und Therapie

NOAK richtig einsetzen

Aktualisierte Übersicht der Dosierungsschemata

cst Nicht-Vitamin-K-abhängige orale Antikoagulanzien (NOAK) werden in verschiedenen Indikationen eingesetzt. Dabei sind für die einzelnen Präparate und die jeweiligen Einsatzgebiete ganz unterschiedliche Dosierungsempfehlungen zu beachten. Um Medikationsfehler zu vermeiden, ist die genaue Kenntnis der verschie­denen Indikationen und Dosis-/Dosierungsschemata für die vier in Deutschland zugelassenen NOAK-Präparate eine wichtige Voraussetzung. In DAZ 2018, Nr. 44, S. 28 hatten wir daher die verschiedenen Dosierungsschemata in einer übersichtlichen Tabelle zusammengestellt. Die Fachinformation von Rivaroxaban (Xarelto®) hat sich jedoch geändert: In der verlängerten Sekundärpro­phylaxe rezidivierender tiefer Venenthrombosen und Lungenembolien wird nach Abschluss einer mindestens sechsmonatigen Therapie, die mit einer höheren Dosierung von 20 mg durchgeführt wurde, die einmal täg­liche Einnahme einer Tablette in einer Dosierung von 10 mg empfohlen. Bei Risikopatienten (z. B. bei Patienten mit komplizierten Komorbiditäten) sollte allerdings die Fortführung der 20-mg-Dosierung erwogen werden. Diese Empfehlungen sind in der aktualisierten Abbildung dargestellt. Da sich die Angaben in den Fachinformationen ändern können, müssen jeweils die aktuell gültigen Versionen zurate gezogen werden, um die geeignete Dosierung im Einzelfall zu ermitteln. Zudem muss der Nutzen der Behandlung gegenüber dem Blutungsrisiko individuell abgewogen werden. |

Abb.: Indikationen und Dosis-/Dosierungsschemata für die vier in Deutschland zugelassenen NOAK-Präparate1 – 4: Unterschiedliche Dosierungsempfehlungen für spezielle Patientenpopulationen; Fachinformationen unbedingt beachten! AK: Antikoagulation; VTE: venöse Thromboembolie; TEP: totale Endoprothese; ACS: akutes Koronarsyndrom; PAVK: periphere arterielle Verschlusskrankheit

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