DAZ aktuell

Breites Therapieangebot ist wichtig

Minister Lucha setzt sich für Homöopathie-Erstattung ein

bro/ral | Die Entscheidung von Frankreichs Gesundheitsministerin, die Teilerstattung der nationalen Krankenversicherung für Homöopathika ab 2021 zu streichen, hat in Deutschland zu einer heftigen Debatte über die Kostenerstattung durch Krankenkassen hier­zulande geführt. Verschiedene Gesundheitspolitiker sowie die Kassenärztliche Bundesvereinigung würden sich der französischen Vorgehensweise gerne anschließen. Nicht so Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Er will die Kostenerstattung für Homöopathie erhalten und sogar ausbauen.
Foto: Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha schlägt eine Lanze für die Homöopathie-Erstattung.

„Baden-Württemberg ist ein traditions- und erfolgreicher, anerkannter Standort für hochwertige Naturheilkunde-Verfahren und homöopathische Medizin“, teilte Lucha vergangene Woche mit. Ein breites Therapie­angebot, das auch Naturheilkunde und Komplementärmedizin umfasst, sei den Menschen im Land sehr wichtig. „Deshalb begrüßen wir es sehr, dass an der Uni Tübingen derzeit ein Lehrstuhl für Komplementär-Medizin aufgebaut wird. Und deshalb müssen diese Leistungen auch weiterhin von den gesetzlichen Krankenkassen vergütet werden dürfen. Wir sollten den Nutzen von gemeinsamen Therapien aus Naturheilkunde und Schulmedizin weiter erforschen – zum Wohle der Patientinnen und Patienten im Land.“ Es ist nicht das erste Mal, dass sich Lucha so vehement für die Homöopathie einsetzt. Bei einer Anhörung zu dem Thema im Stuttgarter Landtag machte Lucha den Herstellern im vergangenen Jahr sogar Hoffnung auf eine Ausweitung der Erstattungsregelungen: „Wir wollen langfristig die alternativen Arzneimittel in der Regelversorgung integrieren und in den Leistungs­katalog der gesetzlichen Kranken­versicherung aufnehmen.“ |

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