Aus der Hochschule

Jubiläum des Rundum-sorglos-Pakets

20. Frankfurter Sommerschule bot umfassendes Programm für 49 Pharmaziestudierende

20 Jahre, das sind insgesamt etwa 2000 Studierende, die mittlerweile im Puttererschlössl in Aigen im Ennstal unterrichtet wurden. Die 49, die vom 22. bis 29. Juni 2019 an der diesjährigen Sommerschule teilnahmen, waren damals, als die erste Fahrt in die Steiermark stattfand, noch nicht einmal im Kindergarten.

20 Jahre, das bedeutet, dass die Professoren Manfred Schubert-Zsilavecz und Dieter Steinhilber sowie die Dozenten Dr. Mario Wurglics und Dr. Ilse Zündorf, also diejenigen, die von Anfang an bei den Winter- und Sommerschulen dabei waren, inzwischen 40 Wochen ihres Lebens in Aigen verbracht haben. In dieser Zeit ist ein überaus freundschaftliches Verhältnis zu den Gastgebern in Aigen entstanden, vor allem zur Wirtin des Putterschlössls Elisabeth Dornbusch und ihrer Familie und zum Bürgermeister von Aigen, Raimund Hager. Vor über 20 Jahren hatte Manfred Schubert-Zsilavecz Dieter Steinhilbers Idee für ein Repetitorium in „Klausur“ enthusiastisch aufgegriffen und das Jugendgästehaus Puttererschlössl in Aigen im Ennstal als idealen Ort für die Lernwoche ausfindig gemacht.

Foto: privat
Das Gruppenbild der Sommerschule 2019 mit dem hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (Mitte). Eingerahmt wird die Gruppe von den beiden Vizepräsidenten der Goethe-Universität Prof. Dr. Rolf van Dick (li.) und Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz (re.).

Außerdem hat er schon von Anfang an die Initiative ergriffen, um Spender zur finanziellen Unterstützung zu finden. Dadurch sollte allen Studierenden die Möglichkeit geboten werden, mitzufahren und die Winter- und Sommerschulen als integralen Teil des Frankfurter Pharmaziestudiums zu erleben. Über etliche Jahre war die Firma Hexal der größte Förderer der Sommer- und Winterschulen. Mittlerweile unterstützt die Apotheken-Rechen-Zentrum GmbH Darmstadt nachhaltig und signifikant die Studienfahrten.

Für das Jubiläum der 20. Sommerschule konnten die „Vereinigung von Freunden und Förderern der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main e. V.“, die „Adolf Messer Stiftung“ und die Firma Boehringer Ingelheim als Unterstützer gewonnen werden. Aber auch Privatpersonen engagieren sich für den Verein Frankfurter Pharmazieschule e. V., der eigens für die reibungslose Abwicklung der angebotenen Studienfahrten gegründet wurde. Alle Förderer und ehemaligen Dozenten waren einge­laden, am traditionellen Ripperlessen am letzten Abend der Sommerschule teilzunehmen. Das frühere Vorstandsmitglied der Firma Hexal, Dr. Petra Schoettler, sowie die langjährige Unterstützerin Bettina Langenberg sind dieser Einladung ebenso gefolgt wie Dr. Marlene Geider und Dr. Christina Lamers.

Kopf befreien mit Sport am Morgen um 6 Uhr

Vor dem Abschlussabend galt es aber für die Studierenden, insgesamt ca. 40 Unterrichtsstunden zu absolvieren, in denen die wesentlichen Inhalte des Grundstudiums aufgefrischt wurden. Dazu waren die Professoren und Mitarbeiter der Pharmazeutischen Chemie, Michael Karas, Stefan Knapp, Manfred Schubert-Zsilavecz, Dieter Steinhilber, Mario Wurglics, Simone Schierle und Steffen Brunst, der Pharmakologie mit Jochen Klein, der Pharmazeutischen Technologie mit Maike Windbergs sowie der Pharmazeutischen Biologie, Robert Fürst und Ilse Zündorf, mit nach Aigen gekommen. In bewährter Art wurde die Gruppe der Dozenten organisatorisch von Kathrin Cartsburg unterstützt, die sich zudem in der Zeit zwischen den Studienfahrten um alle Belange des Vereins kümmert.

Die Tage begannen morgens früh um 6 Uhr mit sportlichen Aktivitäten wie eine Runde Jogging durch den Ort oder Schwimmen im Putterersee, um den Kopf für das Lernen frei zu bekommen. Dieses Angebot nahm eine ganze Reihe Studierende auch tatsächlich täglich wahr. Am dritten Tag bildete eine rasante Rafting-Tour auf der Salza den sportlichen Höhepunkt.

Bier vom Bürgermeister

Abends klang dieser erlebnisreiche Tag mit einem zünftigen Grillfest aus, zu dem der Bürgermeister von Aigen, Raimund Hager, als Zeichen der Verbundenheit zur Frankfurter Pharmazieschule wieder das Bier spendierte. Kulturelle Höhepunkte waren ein Halbtagesausflug in die steirische Metropole Graz und der Besuch der größten Klosterbibliothek der Welt im Benediktinerstift Admont.

Hochschulfinanzierung, Stressforschung und Tuberkulose

Mit dem hessischen Finanzminister, Dr. Thomas Schäfer, konnte in diesem Jahr erneut ein ganz besonderer Gast begrüßt werden, der die Zeit in der Steiermark auch für Gespräche mit der Landesregierung nutzte. Den Studentinnen und Studenten stellte Schäfer in einem kurzen Referat die Hochschulfinanzierung in Hessen vor. Ein weiterer besonderer Gast war in diesem Sommer der Vizepräsident der Goethe-Universität Prof. Dr. Rolf van Dick, der sich als Sozial-Psychologe mit der Stressforschung beschäftigt und den Pharmazie-Studierenden ein paar wertvolle Tipps für die Bewältigung des Lern­stresses mit auf den Weg gab. Einen ganz anderen Blick über den pharmazeutischen Tellerrand bot der Vortrag von Prof. Dr. Dania Hückmann, die ­zusammen mit Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz über den österreichischen Literaten Thomas Bernhard und seine Tuberkuloseerkrankung sprach. Angereist war Dania Hückmann zusammen mit ihrer Mutter Brigitte, die sich als langjährige Unterstützerin der Frankfurter Pharmazieschule einmal selbst ein Bild von der Sommerschule machen wollte.

Die Hochschullehrer der Frankfurter Pharmazie wünschen ihren Studierenden alles Gute und viel Erfolg im 1. Staatsexamen! |

Prof. Dr. Robert Fürst, Dr. Ilse Zündorf,
für die Hochschullehrer der Frankfurter Pharmazieschule e. V.

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