DAZ aktuell

Für Senioren nur noch auf Rezept?

Diskussion um Doxylamin und Co.

jb/ral | Am 27. Juni findet die nächste Sitzung des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht statt. Diskutiert werden soll unter anderem, ob Antihistaminika der ersten Generation für Personen über 65 Jahren künftig rezeptpflichtig werden sollen.
Foto: ABDA

Die Antihistaminika der 1. Generation mit sedierender Wirkung sind schon seit Längerem in der Diskussion. Seit Kurzem ist Doxylamin bei Kindern verschreibungspflichtig. Das gleiche Schicksal könnte die ganzen Wirkstoffklasse ereilen – zumindest, was die Anwendung bei Patienten über 65 Jahren angeht. Wie aus der Tagesordnung des Sachverständigenausschusses für Verschreibungspflicht, der am 27. Juni tagen wird, hervorgeht, wurde der Antrag gestellt, Antihistaminika der ersten Generation mit sedierender Wirkung bei Patienten über 65 Jahren der Verschreibungspflicht zu unterstellen. Zu dieser Gruppe zählen Wirkstoffe wie Doxylamin und Diphenhydramin, die sich in verschiedenen OTC-Schlafmitteln finden. Apotheker wissen, dass diese auf der Priscus-Liste stehen. Apotheker wissen aber auch, dass gerade die Generation 65plus gerne die entsprechenden Präparate kauft. Bei Doxylamin-Gebrauch besteht unter anderem eine erhöhte Sturzgefahr und ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen wie Schwindel, Depression, Kopfschmerzen. Diphenhydramin steht unter anderem im Zusammenhang mit kognitiven Beeinträchtigungen bei älteren Personen. |

Das könnte Sie auch interessieren

Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht

Werden OTC-Schlafmittel für Ältere verschreibungspflichtig?

Empfehlung des Sachverständigenausschusses

Diphenhydramin und Doxylamin über 65 bald nur noch auf Rezept?

Warnhinweise und Zulassungseinschränkungen sollen Kinder schützen

Problematische Antihistaminika

Warum Diphenhydramin und Doxylamin bei Älteren Probleme bereiten können

H1-Antihistaminika in der Diskussion

Seit 1. Januar 2019 ist Doxylamin für Kinder verschreibungspflichtig

Nur noch auf Rezept

BfArM will Risiken Antihistaminika-haltiger Antiemetika bei Kleinkindern minimieren

Möglichst nicht bei Gastroenteritis und Fieber

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.