Arzneimittel und Therapie

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Flutiform nun auch für Kinder ab fünf Jahren

Zur Behandlung des Asthma bronchiale, bei dem eine Kombination aus einem inhalativen Corticosteroid (ICS) und einem langwirksamen Beta-2-Agonisten (LABA) angezeigt ist, steht unter dem Handelsnamen flutiform® eine Fixkombination aus Fluticason und Formoterol in drei Wirkstärken zur Verfügung: für Patienten ab zwölf Jahren in den Wirkstärken 125 µg/5 µg und 50 µg/5 µg sowie für Erwachsene in der Wirkstärke 250 µg/10 µg. Nun wurde die Zulassung der Wirkstärke 50 µg/5 µg auf die Anwendung bei Kindern ab fünf Jahren erweitert. Die Wirksamkeit bei Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren war im Rahmen einer randomisierten, kontrollierten Studie belegt worden. Nach zwölfwöchiger Behandlung konnte die Einsekundenkapazität FEV1 unter Fluticason/Formoterol stärker verbessert werden als unter Fluticason alleine, gegenüber Fluticason/Salmeterol bestand kein Unterschied.

Emicizumab bei Hämophilie A ohne Inhibitoren

Zur Behandlung von Patienten mit Hämophilie A, die Hemmkörper (Inhibitoren) gegen exogen zugeführte Faktor-VIII-Präparate entwickelt haben und bei denen eine Ersatztherapie daher nicht möglich ist, wurde Emicizumab (Hemlibra®) bereits letztes Jahr zugelassen. Der bispezifische monoklonale Antikörper bindet sowohl an Faktor IXa als auch an Faktor X. Auf diese Weise wird – unter Umgehung von Faktor VIII – die Bildung von aktiviertem Faktor X (FXa) und somit eine regelrechte Hämostase ermöglicht, sowohl bei Patienten mit als auch bei Patienten ohne Hemmkörper-Hämophilie. Daher wurde die Zulassung nun erweitert: Auch bei Patienten mit schwerer Hämophilie A ohne Inhibitoren darf der Antikörper zur Routineprophylaxe von Blutungsereignissen eingesetzt werden. Emicizumab ist die erste Therapie zur subkutanen Anwendung – Faktor-VIII-Präparate werden intravenös appliziert.

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