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Kommunikation wird immer wichtiger

Dr. Martin Weiser, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e. V. (BAH)

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Dr. Martin Weiser

Gleich zu Beginn des neuen Jahres wird uns das Thema Securpharm beschäftigen: Die europäische Arzneimittel-Fälschungsrichtlinie wird scharf­gestellt. Das heißt, ab dem 9. Februar 2019 müssen alle verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die für den Verkauf oder Vertrieb freigegeben werden, bestimmte Sicherheitsmerkmale tragen. Gerade den Apotheken kommt dabei eine wichtige Rolle zu: Denn falls trotz vorheriger Prüfung beim Wareneingang bei der Medikamentenabgabe doch irgendwann eine rote Ampel aufleuchten sollte, müssen sie das dem Patienten erklären. Dazu bedarf es kommunikativer Kompetenzen.

Stichwort Kommunikation: Bundesgesundheitsminister Spahn hat sich für eine starke Apotheke vor Ort ausgesprochen. Aber auch Stärke setzt Kommunikationsfähigkeit voraus. Dazu bietet der BAH seit kurzem Schulungen für junge Nachwuchsapotheker an. Denn eine zielgruppengerechte Ansprache erhöht die Compliance der Patienten und sichert die Wahrnehmung des Apothekers als kompetenten Player im Gesundheitswesen.

In besonderer Weise hält mich natürlich der bevorstehende Brexit Ende März 2019 in Atem. Wir verfolgen die Entwicklung in Großbritannien mit großer Sorge. Derzeit sieht es nicht so aus, als würde es ein Brexit-Abkommen und damit eine geordnete Übergangsphase geben. Es ist zu befürchten, dass der Brexit zu negativen Konsequenzen für die Arzneimittelversorgung der Patienten diesseits und jenseits des Kanals führt.

Sehr optimistisch stimmt mich, dass im November 2018 der Pharmadialog zwischen Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften und Wissenschaft wieder aufgenommen wurde. Wenn hier alle Beteiligten gemeinsam Strategien entwickeln – und genau dafür ist der Pharmadialog da – dann wird das deutsche Gesundheitswesen auch morgen noch eines der besten sein. |

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