Gesundheitspolitik

Aus für Lunapharm?

Herstellungserlaubnis dauerhaft entzogen

BERLIN (bj) | Am vergangenen Dienstag widerrief die Arzneimittelaufsicht dauerhaft die Herstellungserlaubnis des umstrittenen Brandenburger Pharmahändlers Lunapharm. Bereits am nächsten Tag kün­digte Lunapharm-Sprecher Klaus Kocks jedoch an, dass man Widerspruch gegen den Bescheid einlegen wolle.

Der umstrittene Brandenburger Pharmahändler Lunapharm darf offenbar endgültig nicht mehr umpacken: Am vergangenen Dienstag erhielt Lunapharm den Bescheid über den dauerhaften Widerruf seiner Herstellungserlaubnis. So erklärte eine Sprecherin des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF) gegenüber DAZ.online: „Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) hat heute die Herstellungserlaubnis der Lunapharm Deutschland GmbH widerrufen und dem Unternehmen mit Sitz in Blankenfelde-Mahlow das Herstellen und Inverkehrbringen von Arzneimitteln untersagt.“

Seit im vergangenen Sommer der Skandal um Lunapharm ans Tageslicht kam, ordnete die Arzneimittelaufsicht wiederholt und jeweils auf unterschiedliche Zeiträume befristet das Ruhenlassen der Herstellungs- und der Großhandelserlaubnis an. Die Groß­handelserlaubnis ist laut Ministerium weiterhin befristet auf Eis gelegt. „Die Anordnung des Ruhens der Großhandelserlaubnis vom 6. August 2018 ist davon unberührt und gilt bis zum 6. Februar 2019.“ Bei der Herstellungserlaubnis dagegen sei die Frist am vergangenen Montag verstrichen.

Doch das Brandenburger Unternehmen will sich offenbar wehren. So erklärte Lunapharm-Sprecher Klaus Kocks am vergangenen Dienstag gegenüber DAZ.online, dass man gegen den Bescheid Widerspruch einlegen wolle. Außerdem wolle Lunapharm die einzelnen Punkte in der Widerspruchsbegründung einzeln „ausklagen“. |

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