Wirtschaft

Merck will wieder wachsen

Stabile Dividende trotz Gewinnrückgang

cha/dpa | Beim Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA sorgte im vergangenen Jahr der milliardenschwere Verkauf der OTC-Sparte für eine deutliche Gewinner­höhung. Bereinigt um diesen Effekt, ging der Gewinn jedoch zurück. Im laufenden Jahr soll sich das wieder ändern.

Dank eines starken Schlussquartals stieg der Umsatz im Jahr 2018 von 14,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf nun 14,8 Milliarden Euro, wie Merck am vergangenen Donnerstag mitteilte. Zugpferd war dabei die Laborsparte, aber auch das Pharmageschäft kam dank neuer Hoffnungsträger – dem Krebsmedikament Bavencio® und Mavenclad® bei multipler Sklerose (MS) – voran. Dagegen verlor das in die Jahre gekommene MS-Mittel Rebif® an Umsatz.

Das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) sank wegen Währungseffekten im Vergleich zum Vorjahr um knapp 11 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Aufgrund des Verkaufs des Geschäfts mit rezeptfreien Arzneien an Procter & Gamble erhöhte sich jedoch der Gewinn unter dem Strich um knapp 30 Prozent auf 3,37 Milliarden Euro. Bereinigt um den Verkaufserlös, ging er allerdings zurück. Dennoch will Merck eine stabile Dividende von 1,25 Euro je Aktie zahlen.

Nach einem selbstausgerufenen „Übergangsjahr 2018“ soll der Konzern im laufenden Geschäftsjahr vorankommen. „Wir wollen bei den wichtigsten Kennzahlen wieder nachhaltig wachsen“, bekräftigte Konzernchef Stefan Oschman bei der Vorlage der Jahresbilanz in Darmstadt.

Dazu beitragen soll die Übernahme des US-Halbleiterzulieferers Versum Materials. Dazu hatten die Hessen erst kürzlich völlig über­raschend ein Übernahmeangebot von umgerechnet 5,2 Milliarden Euro abgegeben. Versum will jedoch mit dem US-Spezialchemiekonzern Entegris fusionieren und hat das Angebot aus Darmstadt abgewiesen. Als Antwort warb Merck zuletzt bei den Versum-Aktionären für den Deal. |

Das könnte Sie auch interessieren

Dank Sigma-Aldrich-Übernahme

Merck erzielt Rekordumsatz

Schwacher Euro hilft

Bayer traut sich noch mehr zu

Pharmasparte sorgt für Wachstum

Merck optimistisch

Ernst & Young-Studie zu führenden Pharmaherstellern

Deutsche Konzerne abgehängt

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.