DAZ aktuell

Rx-Versandverbot zügig umsetzen!

Noweda und Deutscher Apotheker Verlag wenden sich an Mitglieder des Gesundheitsausschusses

BERLIN (ks) | Auch wenn das Rx-Versandverbot im Koalitionsvertrag genannt ist – ein Selbstläufer ist das Thema nicht. Daher werben die Apothekergenossenschaft Noweda und der Deutsche Apotheker Verlag bei Gesundheitspolitikern aktiv für das Anliegen.

Trotz der nach wie vor bestehenden Unsicherheit, ob SPD und Union noch einmal zur GroKo zusammenfinden, freut sich die Noweda über den Koalitionsvertrag. „Um die Apotheke vor Ort zu stärken, setzen wir uns für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ein“, heißt es dort. In einem Mitglieder-Infoschreiben betont der Großhändler: „Angesichts der Weigerung der SPD, die Gefährdung der inhabergeführten Vor-Ort-Apotheke durch die Versandhandelskonzerne wie DocMorris und Shop-Apotheke anzuerkennen, war dieser Verhandlungserfolg der CDU/CSU keineswegs selbstverständlich.“ Die Noweda weist aber auch darauf hin, dass beispielsweise Karl Lauterbach (SPD) kein Anhänger dieser Forderung ist. Zurücklehnen kann man sich also nicht. Auch der designierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich bislang nicht ausdrücklich für ein Rx-Versandverbot stark gemacht. Dies dürfte die Noweda und den Deutschen Apotheker Verlag bestärken, selbst weiter für das Verbot zu streiten. Gemeinsam haben sie unlängst alle 41 Mitglieder des neuen Bundestags-Gesundheitsausschusses angeschrieben und aufgefordert, das Rx-Versandverbot zügig umzusetzen. Zudem bekam jeder Abgeordnete ein Exemplar des gemeinsam in Auftrag gegebenen Gutachtens „Versandverbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel“. Bereits im September hatte Minister Hermann Gröhe das Buch in Empfang genommen und es als „weiteren, starken Beleg“ dafür bezeichnet, dass das Rx-Versandverbot der richtige Weg sei. |

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