DAZ aktuell

Ketten statt Rx-Versandverbot

Forderung der JuLis

bro/ral | Das geplante Rx-Versandverbot stößt bei den Jungen Liberalen auf großen Widerstand. In einer Mitteilung fordern sie statt des Verbots die Aufhebung der Rx-Preis­bindung sowie die Streichung des Fremd- und Mehrbesitzverbotes.
Foto: imago/IPON

Die Nachwuchsorganisation der FDP würde den Apothekenmarkt gerne komplett liberalisieren. Anlass für den neuen Vorstoß ist, dass Union und SPD das Rx-Versandverbot in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen haben.

Sowohl die FDP als auch ihre Nachwuchs-Politiker hatten sich im Wahlkampf gegen das Rx-Versandverbot stark gemacht. Der Bundesparteitag der Liberalen hatte im vergangenen Jahr sogar ein Wahlprogramm beschlossen, in dem nicht nur der Versandhandel verteidigt wird, sondern auch die Aufhebung des Fremd- und Mehrbesitzverbotes eingefordert wird. Jetzt legen die Jungen Liberalen nach. In einer Mitteilung fordert Phil Hackemann, Vize-Chef der JuLis, vergangene Woche: „Allgemein muss der Apothekenmarkt liberalisiert werden. Dessen Strukturen sind antiquiert und verhindern Innovation und Wettbewerb. Daher setzen wir uns zum Beispiel auch für die Aufhebung des Fremd- und Mehrfachbesitzverbotes ein, welches es Apothekern bisher verbietet, ihr Unternehmen mit der Zeit wachsen zu lassen. Ich erwarte nun auch von der FDP-Bundestagsfraktion, dass sie diese Position konsequent vertritt“. |

Das könnte Sie auch interessieren

Reaktion auf ABDA-Gegenpaket

FDP will freie Fahrt für EU-Versender

FDP-Chef: Kann nichts machen, wenn Apotheker lieber die Linkspartei wählen

Lindner legt keinen Wert auf Apotheker

Liberale schwanken zwischen Rx-Versandverbot und Zulassung von Fremd- und Mehrbesitz

Die FDP im Schlingerkurs

FDP-Anfrage im Bundestag

7 Fragen zum Rx-Versandverbot

Wahlprogramm der FDP Hessen

Preisbindung yes, Versandverbot no

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.