DAZ aktuell

Jeder zweite Arzt ist dafür

Legalisierung von Cannabis

bj/ral | Eine aktuelle Umfrage hat gezeigt, dass jeder zweite Arzt für eine Legalisierung von Cannabis ist. Die Beschränkung auf medizinische Anwendungen möchten 36 Prozent beibehalten, zwölf Prozent der Ärzte sind für ein komplettes Verbot.
Foto: thanh lam – Fotolia.com

Der Ärztenachrichtendienst (ÄND) hatte die Umfrage gestartet. Anlass war die öffentliche Debatte um die Forderung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Cannabis zu legalisieren. An der ÄND-Umfrage nahmen über 858 Haus- und Fachärzte teil. 53 Prozent der befragten Ärzte stimmten für eine Cannabis-Legalisierung. Aus den Freitext-Antworten der Teilnehmer war zu entnehmen, dass die Legalisierungs-Befürworter die Cannabis-Freigabe allerdings an Bedingungen knüpfen würden. Genannt werden unter anderem strenge Aufsicht, Qualitätskontrollen sowie ausreichende Aufklärungs- und Beratungsangebote. Einzelstimmen schlagen die Apotheke als geeignete Abgabestelle in ihren Ausführungen vor.

In der Politik hat das Thema Cannabis-Freigabe ebenfalls wieder Fahrt aufgenommen. Die Linksfraktion im Bundestag begrüßt die Forderung des BDK und will ein Ende des Cannabis-Verbots in Deutschland durch eine fraktionsübergreifende Initiative erreichen. Die Union ist von dem Vorschlag des BDK nach Angaben der Frankfurter Rundschau nicht überzeugt und auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat einer Cannabis-Legalisierung eine Absage erteilt. |

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