Aus der Hochschule

Studierende halten Fachvorträge

PharMSchool-Symposium in Münster

Am 12. Januar fand zum 8. Mal das PharMSchool-Symposium der Studierenden des Abschlusssemesters der Universität Münster statt. „Ganz routinemäßig“, wie Mitbegründer Prof. Klaus Langer in seinem einführenden Grußwort bemerkte.

Das Konzept der PharMSchool steht für forschendes Lernen und mehr Kreativität im Pharmaziestudium; es wurde dafür vom Rektorat als „best practice Beispiel innovativer Lehrkonzepte“ ausgezeichnet. In den vier Semestern des Hauptstudiums bearbeiten die Studierenden in kleinen Gruppen während der Laborpraktika verschiedene pharmazeutisch relevante Themen, wobei sie jeweils ein Professor als Mentor und das PharMSchool-Koordinations­team begleiten. Im achten und letzten Semester stellen sie die Ergebnisse in Form von Vorträgen und Postern auf einem stets gutbesuchten Symposium vor, das u. a. von Pharmaherstellern gesponsert wird und von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe als zertifizierte Fortbildung akkreditiert ist.

Nach einleitenden Worten von Prof. Monika Schönhoff für das Dekanat, Prof. Georg Hempel für die Deutsche Pharmazeutische Gesellschaft (DPhG) und Pia Rölleke für die Studierenden begann der fachliche Teil des Sympo­siums mit dem Plenarvortrag von Dr. Olaf Rose zum Thema „Klinisches Medikationsmanagement bei multimorbiden Patienten“, in welchem er die Wichtigkeit des Medikationsmanagements zur Wertschätzung des Berufsstandes der Apotheker betonte.

Neun Gruppen – neun Projekte

Nach einer Pause mit Posterpräsentationen folgten die Vorträge der Gruppen

  • Ophthalmika („Euphrasia als Alternative zur antibiotischen Behandlung bei Konjunktivitis?“),
  • Antihistaminika („Mastzelldegranulationshemmung durch Ketotifen und Spitzwegerichpresssaft“) und
  • Antiseptika („Analytik von Arbutin-haltigen Fertigarzneimitteln“).

In der Mittagspause bot sich die Gelegenheit, mit den Studierenden über ihre Projekte zu diskutieren. Anschließend referierte Gastdozent Prof. Christian Mang (Uni Mainz) in einem lebhaften Vortrag zum „Status quo der direkten Antikoagulanzien“ unter verschiedenen Therapiegesichtspunkten. Passend dazu berichtete die Gruppe Gerinnungshemmer über die Wirkungsverstärkung von Vitamin-K-­Antagonisten durch Inhaltsstoffe der Goji-Beere (Lycium chinense). Dann folgten die Gruppen

  • Schlafmittel („Benzodiazepin-Wirkungen auf den Gastrointestinaltrakt“),
  • Serotonin (Eigenherstellung Zolmitriptan-haltiger Kaugummis gegen akute Migräneanfälle) und
  • Pädiatrie (ein Patient mit akuter lymphatischer Leukämie, den die Gruppe mitbetreuen durfte).

Dass die Projekte auch über die In­stitutsmauern hinausgehen können, bewies die Gruppe Verhütung: Sie bewertete die Beratung bei 40 Testkäufen der „Pille danach“ in Apotheken (in Absprache mit der Apothekerkammer Westfalen-Lippe) anhand selbst erstellter Qualitätskriterien. ­Zuletzt verglich die Vitamin-Gruppe die Ascorbinsäure- und Tocopherol-Gehalte von Superfoods und herkömmlichen Früchten.

Preise

Den Abschluss des PharMSchool-Symposiums bildete die Preisverleihung, welche die Juroren Prof. Bernhard Wünsch und Dr. Fabian Herrmann vornahmen. Der Preis für den gelungensten Vortrag ging an die Gerinnungshemmer-Gruppe; den Preis für die wissenschaftlichste Poster-Präsentation teilten sich die Gruppen Ophthalmika und Verhütung. Alle Gewinner freuten sich über einschlägige Fachliteratur.

Die Veranstalter, Referenten und Teilnehmer freuten sich über das gelungene Programm, das ein Team der Studierenden kurzweilig moderiert hat. Das nächste PharMSchool-Symposium folgt in sechs Monaten. |

Michael Scholz und Ann-Cathrin Röwekamp

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