DAZ aktuell

Der „Mohr“ im Namen soll bleiben

Friedberger Apotheke sammelt hundert Unterschriften für ihren Namen

bj/ral | Die kommunale Ausländervertretung (KAV) des Frankfurter Stadtparlaments hat sich vor Kurzem für die Namens- und Logoänderung von zwei Apotheken stark gemacht (s. a. DAZ 2018, Nr. 5, S. 18). Sie stößt sich am Begriff und Bild des „Mohren“. Dieser Begriff findet sich auch bei der „Hof-Apotheke zum Mohren“ in Friedberg. Kerstin Podszus, Inhaberin der Apotheke, will dabei bleiben – und hat vorsorglich eine Unterschriftenaktion zum Erhalt des Namens gestartet. Bei ihren Kunden stößt sie auf breite Unterstützung.
Foto: Kerstin Podszus
Apothekerin Kerstin Podszus will sich den Namen ihrer Apotheke nicht nehmen lassen - ihre Kunden wollen das auch nicht.

Seit dem vergangenen Donnerstag führt Kerstin Podszus in ihrer Offizin die Unterschriftenaktion „Der Name ‚Hof-Apotheke zum Mohren‘ darf bleiben“ durch. Ihre Apotheke steht bislang zwar nicht in der Kritik des KAV, aber „man weiß ja nie, was kommt“, meint Podszus. Die Resonanz auf die Aktion hat die Erwartungen der Apothekerin bei Weitem übertroffen: Bereits zwei Tage nach Aktionsbeginn stärkten 300 Unterschriften Podszus den Rücken. „Ich werde überrollt von positiven Rückmeldungen“, freut sie sich. Auch ein Friedberger Stadtrat hatte unterschrieben.

Auch überregional ist die Aktion mittlerweile auf Interesse gestoßen. Zeitungen wie der „Focus“ und Fernsehsender haben bei Kerstin Podszus angerufen. Am ­Montag berichtete „RTL aktuell“ über die Unterschriftenaktion, am Dienstag war das ZDF für ein Interview in der Offizin. |

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