DAZ aktuell

ABDA bleibt stumm

Kammern teils unzufrieden mit Kommunikationsstrategie zum Honorar-Gutachten

bro/ral | Das Honorar-Gutachten und die Art und Weise, wie die ABDA es in der Öffentlichkeit ­totschweigt, ist nach wie vor ein Aufreger für die Apotheker. Mehrere Mitgliedsorganisationen haben sich inzwischen bei ABDA-Präsident Friedemann Schmidt über die Kommunikationsstrategie der ABDA beschwert.

Anfang vergangener Woche soll nach Informationen von DAZ.online eine Video-Konferenz des ABDA-Gesamtvorstandes stattgefunden haben. Einige Standesvertreter aus den Ländern sollen Schmidt dabei relativ deutlich zur Rede gestellt haben und darauf verwiesen haben, dass die Apotheker auch in der Öffentlichkeit sehr gerne einen größeren Widerstand gegen das Gutachten sehen würden, das – wenn es denn 1:1 umgesetzt würde – für viele Kollegen das Aus bedeuten könnte. Schmidt soll jedoch dabei ­geblieben sein: Die ABDA wird sich nicht mit den Inhalten des 2HM-Gutachtens beschäftigen – zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Um seine Argumentation zu untermauern, hat der ABDA-Präsident am vergangenen Donnerstag einen Brief an die Mitglieder des Gesamtvorstandes geschickt, der DAZ.online vorliegt. Dort heißt es: „Wir wollen erreichen, dass die politische Diskussion über die angemessene Honorierung der in der Apotheke erbrachten Leistungen mit den richtigen politischen Prämissen geführt und innerhalb der richtigen Leitplanken geführt wird. Das Gutachten von 2HM ist für eine ­solche Diskussion keine geeignete Grundlage und eine vertiefte Diskussion hierüber, die in der Gedankenwelt dieses Gutachtens verharrt, wäre für die Apothekerwelt schädlich.“ |

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