DAZ aktuell

Rx-Versandverbot unrealistisch

Michael Hennrich beim BPI

bj/ral | „Das Rx-Versandverbot ist unter Spahn als Minister nicht realistisch.“ Diese schlechte Botschaft überbrachte CDU-Arzneimittelexperte Michael Hennrich vergangene Woche als Redner beim Unternehmertag des Bundesverbands der Pharmazeutischen Industrie (BPI).
Foto: michael-hennrich.de

Hennrich stellte dort die Eckpunkte seiner Arzneimittelpolitik für die nächsten Monate vor. Er ist unter anderem Berichterstatter für den Pharmadialog, der am 16. November startet. Dort soll es unter anderem um Konsequenzen aus den Skandalen um Lunapharm und Valsartan gehen. An Rabattsystem und Importquote werden die Vorfälle Hennrich zufolge nichts ändern. Aus seiner Sicht soll jedoch geprüft werden, inwieweit strengere Qualitätsanforderungen an die Firmen in Rabattvertrags-Ausschreibungen aufgenommen werden können.

Bei seiner Rede ging Hennrich auch auf das Rx-Versandverbot ein. Er war ursprünglich einer der ersten, die nach dem EuGH-Urteil ein solches Verbot gefordert hatte, schwenkte vor einigen Monaten jedoch um. Bei der BPI-Veranstaltung betonte er, das ­Rx-Versandverbot sei unter Spahn als Minister nicht realistisch. Allerdings widerspreche er der Argumentation, dass verfassungsrechtliche oder europarechtliche Gründe dagegen sprächen. Dies treffe aus seiner Sicht nicht zu. Juristisch sei das Rx-Versandverbot möglich. Es sei eine rein politische Frage. |

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