DAZ aktuell

Unsinnige Auflagen

Kritik an Apothekenüberwachung

ks/ral | Nordrhein-Westfalen setzt nach dem Bottroper Zyto-Skandal auf ein neues Konzept zur Apothekenüberwachung. Der Verband Zytostatika herstellender Apothekerinnen und Apotheker (VZA) befürwortet dies – warnt allerdings auch vor unsinnigen Auflagen.
Foto: Pixxs – stock.adobe.com

Vergangene Woche hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann das neue Konzept zur Apothekenüberwachung im Land vorgestellt. Es soll nicht nur Zytosta­tika-herstellende und patientenindividuell verblisternde Schwerpunktapotheken betreffen, sondern alle Betriebsstätten. Dabei gehen die Vorgaben für erstere allerdings über die für „normale“ Apotheken hinaus. Der VZA hat sich nun zu Wort gemeldet. Nicht zuletzt, weil das Konzept offensichtlich einige Punkte mehr enthält, als der Minister verkündet hat. Prinzipiell hält der VZA die angekündigten Transparenzmaßnahmen „für richtig und nach dem gerichtlich geklärten Bottroper Skandal auch für politisch verständlich“. Regelmäßige und auch unangemeldete Kontrollen hatte der VZA schon zuvor begrüßt. Allerdings darf es nach Ansicht des VZA „keine unsinnigen Auflagen geben, die weder Transparenz noch Sicherheit bringen“. Dazu gehöre der verpflichtende Einbau eines Partikelzählgerätes bei der Herstellung parenteraler Zubereitungen unter der Werkbank. Dies bedeute nur Aufwand und Kosten statt einem Sicherheitsgewinn für Patienten, so der Verband. |

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