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Neuer Job für Whistleblower

Porwoll geht zu Krankenkasse

hfd/ral | Der Kaufmann Martin Porwoll war wesentlich an der Aufklärung des Bottroper Zyto-Skandals beteiligt. Er erstattete Anzeige gegen seinen früheren Chef Peter S. – und wurde dafür gekündigt. Nun hat er einen neuen Arbeitgeber gefunden.
Foto: DAZ/Schelbert

Als kaufmännischer Leiter der „Alten Apotheke“ in Bottrop war Martin Porwoll bis 2016 tätig. Nachdem er seinen Chef Peter S. wegen Unregelmäßigkeiten bei der Zytostatikaherstellung angezeigt hatte, wurde er fristlos entlassen. Peter S. wurde mittlerweile zu zwölf Jahren Haft verurteilt und Porwoll im vergangenen Jahr mit dem Whistle­blower-Preis ausgezeichnet. Beruflich hat ihm sein Einsatz jedoch schwer geschadet. Zwei Jahre lang war er praktisch arbeitslos. Seit 15. Oktober befindet er sich nun wieder in einer Festanstellung – als Projektleiter bei der Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU). „Wir freuen uns sehr, Herrn Porwoll seit dem 15. Oktober als Projektleiter Versorgungssteuerung an Bord zu haben“, bestätigte ein Sprecher der Kasse gegenüber DAZ.online. Durch das Wirken von Herrn Porwoll verspreche man sich eine weitere Verbesserung der Servicequalität für die Kunden. Außerdem habe die Kasse das couragierte Verhalten von Herr Porwoll in der Vergangenheit beeindruckt. Mit Apotheken wird Porwoll weiterhin zu tun haben – etwa bei der Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. |

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