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Neun Tonnen Cannabisblüten aus Kanada

Versorgungslage könnte sich in den nächsten Jahren deutlich entspannen

hb/eda | Die Wayland Group plant, in den nächsten drei Jahren neun Tonnen Cannabisblüten von Kanada nach Deutschland zu exportieren. Hierzu wurde eine Vereinbarung mit der Cannamedical Pharma GmbH getroffen.
Foto: freshidea – stock.adobe.com

Die 2013 gegründete Wayland Group, die vor einem ­Monat noch Maricann Group hieß, hat ihren Hauptsitz in Burlington. Sie betreibt Produktionsstätten für Cannabisprodukte in Langton, ­Ontario, in Ebersbach bei Dresden und in Regensdorf in der Schweiz. Zudem hat sie eine Repräsentanz in München.

Nun hat Wayland eine Vereinbarung mit Cannamedical Pharma GmbH ­getroffen, die die Versorgungslage bei medizinischem Cannabis in den nächsten Jahren deutlich entspannen könnte: Laut einer Mitteilung wird der kanadische Produzent und Exporteur in den kommenden drei Jahren neun Tonnen Cannabisblüten nach Deutschland liefern. Cannamedical gehört zu den größten Cannabis-Distributoren in Deutschland. Im Frühjahr dieses Jahres bezog das Unternehmen Cannabisblüten der Sorte Bedrocan noch alleinig aus den Niederlanden. Aber die dort produzierten Hanfblüten seien nicht in der benötigten Menge verfügbar. Rund 300 kg medizinisches Cannabis habe man im Jahr 2017 verkauft. Laut Bundesgesundheitsministerium wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1200 kg Cannabis-Blüten nach Deutschland eingeführt. Im ­ersten Halbjahr 2018 waren es bereits rund 1620 kg.

Die Kanadier wollen auch die Apotheker unterstützen. Seit Oktober stellt Wayland kanadischen Apothekern ein akkreditiertes Schulungsprogramm zur Verfügung. Der für 2019 geplante Start des Cannabisanbaus in Deutschland verzögert sich, weil die Ausschreibung infolge eines Verfahrensfehlers wiederholt werden musste. |

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