Expopharm 2018

Impressionen von der Messe

MÜNCHEN (ral) | Das Münchner Messegelände war vergangene Woche wieder fest in pharmazeutischer Hand. Nicht nur bot es die Räumlichkeiten für den Deutschen Apothekertag, in drei Hallen tummelten sich laut Avoxa auch über 500 Aussteller aus allen Bereichen des nationalen und internationalen Apothekenmarktes. Sie präsentierten den mehr als 25.000 Besuchern Neuigkeiten bei Arzneimitteln, Nahrungsergänzungsmitteln, Kosmetika, bei der Warenwirtschaft, der Automation, dem Apothekenmanagement sowie bei Dienstleistungen rund um die Apotheke. Auch wir von der DAZ waren natürlich vor Ort und haben uns umgeschaut. Zum Nacherleben sowie zum Reinschnuppern für alle, die keine Gelegenheit hatten, die Expopharm in München selbst zu besuchen, finden Sie auf den folgenden Seiten unsere Messeimpressionen.

Waren Arzneimittelhersteller früher einmal dominierend auf der Expopharm, findet man sie seit einigen Jahren immer seltener auf der Messe. Mit eigenen Ständen noch seltener. Anzutreffen waren Arzneimittelhersteller in München wieder hauptsächlich rund um die Pharma-World. Wie bereits im vergangenen Jahr in Düsseldorf konnte man sich bei Krewel Meuselbach über Aspecton® und Hedelix® informieren, bei Norgine über Movicol® und bei Hennig Arzneimittel über Wortie®, ­Licener®, AntiJump® und – in diesem Jahr neu – über Footner® VitalKick für müde Füße und die Nahrungsergänzungsmittel-Linie Trivital® mit Vitalpilzen aus der traditionellen chinesischen Medizin. Dr. Willmar Schwabe war mit Carmenthin®, Umckaloabo® und Tebonin® vor Ort, Pflüger mit Ranocalcin® und Sanofi mit der Thomae-Akademie. Bionorica ethics und – in diesem Jahr erstmals in der Pharma-World – Cannamedical informierten zum Thema Cannabis und bei dem ebenfalls erstmals in der Pharma-World vertretenen Unternehmen Apofaktur konnte man sich am Beispiel von Schüßler-Salzen dazu beraten lassen, wie man mit Eigenmarken eine Möglichkeit schafft, sich zu profilieren und von der Konkurrenz abzuheben. Ein Stand, der in Düsseldorf noch viel Aufmerksamkeit in der Pharma-World auf sich gezogen hat, fehlte dieses Mal: Klosterfrau mit der Männer-Grippe war nicht mehr vertreten. Und auch Medice hat dieses Jahr von einem Messeauftritt Abstand genommen.

Pharma-World-unabhängig präsentierte sich auf der diesjährigen Expopharm unter anderem Salus Pharma. Zu sehen und zu kosten gab es am Stand das Tonika-Sortiment und die Salus-Arzneitees. Vorgestellt wurden zudem Floradix® und Floradix® Lactoferrin. Letzteres soll für eine bessere Eisenverwertung im Körper sorgen und somit insbesondere für Patienten mit einer entzündungsbedingten Einsenmangelanämie Vorteile bieten. Weiterhin wurden bei Salus die seit Anfang des Jahres auf dem Markt befindlichen Produkte Darm-Care Biotic Duo und Darm-Care Biotic Reizdarm präsentiert. Bei Darm-Care Biotic Duo handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel in Kapselform mit einer Kombination aus aktiven Milchsäurekulturen und Mikronährstoffen für den Erhalt einer gesunden Darmschleimhaut. Darm-Care Biotic Reizdarm ist eine ergänzende bilanzierte Diät, die bei Reizdarmsymptomen angewendet werden kann. Sie enthält neben aktiven Milchsäurekulturen speziell aufbereitetes Guarkernmehl. Weitere Arzneimittelhersteller auf der Expopharm waren z. B. Bene-Arzneimittel und InfectoPharm sowie Pädia mit ihren Produktportfolios für Babys, Kinder und Mütter. Dermapharm war mit den verschiedenen „Töchtern“, zu denen mittlerweile auch Trommsdorff gehört, in München. Trommsdorff stellte auf dem Gemeinschaftsstand vor allem die bilanzierte Diät Keltican® vor, die sich für Apothekenkunden eignet, die unter Rückenbeschwerden und daraus resultierenden Nervenschmerzen leidet. Keltican® steht ab November in einer neuen Packungsgröße mit 80 Kapseln zur Verfügung.

Am Stand von Strathos konnte man sich zu den Arznei- und Wellnesstees von Sidroga informieren. Für die Präsentation dieser Tees bietet Sidroga ein neues Langzeitdisplay an, das sich als Blickfang für die Freiwahl eignet: Um 360 Grad drehbar und aus vier Seiten bestehend, setzt es auf Höhe und bietet damit 11 Quadratmeter Regalfläche auf nur einem Viertel Quadratmeter Bodenfläche. Insgesamt können über 200 Packungen in dem Display platziert werden. Die oben angebrachte große Sidroga-Teetasse zeigt bereits von Weitem an, was der Kunde im Display findet.

Auch zwei neue Kosmetikprodukte, die demnächst apothekenexklusiv verfügbar sein sollen, wurden am Strathos-Stand präsentiert. Mitte des Jahres hatte das Unternehmen mit Remescar eine Augencreme auf den Markt gebracht, die Tränensäcke und Augenringe „sofort um bis zu 75 Prozent reduziert“. Die Creme konnte am Messestand getestet werden – der Effekt ist tatsächlich spür- und sichtbar. Neu hinzu kommen nun die Remescar-Augencremes „Krähenfüße“ und „Müder Blick“. In „Krähenfüße“ sind pflanzliche Silicone, Tonminera­lien und Phyto-Saccharide kombiniert. Die als Krähenfüße bezeichneten kleinen Fältchen um die Augen sollen damit „sofort um bis zu 73 Prozent“ reduziert werden. Die „Müder Blick“-Creme enthält Mentholderivate, pflanzliche Zucker, Mikroalgen und Coffein und soll die Augenregion kühlen und sie damit weniger müde wirken lassen. Angewendet werden kann die „Müder Blick“-Creme alleine oder auch als Basis unter den beiden anderen Remescar-Cremes.

Neues bei der Nahrungsergänzung

Diätetische Lebensmittel sowie Nahrungsergänzungsmittel nehmen auf der Expopharm schon seit Längerem einen großen Raum ein, das war auch in diesem Jahr in München wieder so. Auf der Messe vertreten waren z. B. Orthomol, SteriPharm, Aboca, Promedico (Pure Encapsulations), MantraPharm, Naturafit und NicaPur. Am Stand von Orthomol wurde unter anderem Orthomol Beauty für die Schönheit der Haut präsentiert. Das Nahrungsergänzungsmittel, mit dem das Unternehmen erstmals in den Beautybereich vordringt, soll ab nächstem Jahr erhältlich sein. Informationen erhielt man am Stand zudem zur Orthomol Pur + Green-Linie, die Mikronährstoffe mit Pflanzenextrakten kombiniert. Derartige Kombinationen stellte auch das ursprünglich aus Frankreich stammende Unternehmen MelioVie auf der Expopharm vor. Die Besonderheit: Pflanzenextrakte und Mikronährstoffe liegen darin zusammen mit einem Enzymkomplex vor, der sich aus Zellulasen, Amylasen und Prote­asen zusammensetzt. Dank dieses Komplexes soll sich die Bioverfügbarkeit der enthaltenen Aktivstoffe deutlich verbessern und somit auch eine geringere Dosierung möglich sein. Zur Verfügung stehen u. a. Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung von Konzentration und Gedächtnis (BioCatalyst™ B02), zur Milderung von Stress und Müdigkeit (B17) oder für den Gelenkkomfort (B19).

Ein immer wichtiger werdendes Thema im Bereich ergänzende bilanzierte Diäten und Nahrungsergänzungsmittel sind Probiotika. Davon konnte man sich unter anderem am Stand von Institut AllergoSan überzeugen, an dem die verschiedenen Omni-Biotic-Präparate vorgestellt wurden. Bei Salus war das Thema – wie bereits berichtet – mit Darm-Care Biotic Duo und Darm-Care Biotic Reizdarm vertreten und am Stand der SymbioPharm GmbH mit den verschiedenen Symbio®-Produkten. Ein möglicher neuer Trend, den SymbioPharm bereits aufgegriffen hat, sind Probiotika für die Haut. Am Messestand wurde Symbio®-Dermal präsentiert, eine Spezialpflege für sensible und trockene (auch atopische) Haut, in der pflegende und rückfettende Zusätze mit einem Lysat aus inaktivierten, probiotischen Bakterien kombiniert sind.

Bekannte und neue Kosmetikmarken

Kosmetikmarken, die exklusiv in der Apotheke vertrieben werden bzw. die auch den Vertriebsweg Apotheke nutzen, waren z. B. mit Bi-Oil, Caudalie, Dermasence, Dr. Grandel, Nuxe, Korres und Rugard auf der Messe vor Ort. Am Stand von Dermasence konnte man sich unter anderem zu Vitop forte informieren. Die Intensivpflege für trockene und irritierte Haut steht ab sofort auch als Vorteilspackung mit 200 ml zur Verfügung (siehe auch Rubrik „Apotheke und Markt“). Bei Caudalie war Testen und Schnuppern angesagt, z. B. bei der hautverdichtenden Kaschmir-Creme Resveratrol [Lift]. Nuxe präsentierte unter anderem sein erweitertes Duft-Sortiment. Für die neuen Düfte „Le matin des possibles“ und „Le soir des possibles“ hat das ­Unternehmen namhafte Parfumeure engagiert, die bereits für Chloé und Jean-Paul-Gaultier Duftkompositionen kreiert haben.

Nicht in München vertreten waren Beiersdorf, L’Oréal, Pierre Fabre und die Alès Group. Viele große Apothekenkosmetikmarken suchte man auf der Expopharm somit vergebens. Dafür war ein Kosmetikhersteller vertreten, der bislang noch nie eine Expopharm besucht hatte: die Dr. Babor GmbH & Co. KG. Das mit seinen Babor-Produkten bislang vor allem in Kosmetikinstituten und Spas angesiedelte Unternehmen hat die Apotheke mit ihrem Fachwissen zum Thema Haut als interessanten Vertriebskanal für sich erkannt und möchte diesen künftig verstärkt nutzen. Bekannt ist Babor vor allem für seine Ampullenkonzentrate – und ist somit vor allem für Dr. Grandel eine Konkurrenz.

Foto: DAZ/Alex Schelbert

Warenwirtschaft: Digitalisierung im Fokus

Großen Raum nahmen auf der Expopharm 2018 wieder die Messestände der Anbieter von Lösungen für die Warenwirtschaft ein. Sie waren unter anderem eine wichtige Anlaufstelle für Messebesucher, die sich zum Thema Digitalisierung informieren wollten. Die Bedeutung dieses Themas hatte auch die Avoxa erkannt und erstmals geführte „Digitalisierungs-Rundgänge“ über die Messe organisiert, um den Besuchern den Überblick über die verschiedenen Angebote zu erleichtern. Insgesamt nahmen an diesen Rundgängen Avoxa zufolge mehr als 450 Messebesucher teil. Was konnten diese an den Ständen von Awinta, Pharmatechnik, Lauer-Fischer, ADG und Co. entdecken? Bei Awinta als Teil der Noventi war z. B. zu erfahren, dass ein Fokus der Digitalisierungsstrategie des Unternehmens auf der Bereitstellung von Instrumenten, Dienstleistungen und Services liegt, die unter anderem eine sichere Kommunikation aller Beteiligten möglich macht. Noventi entwickelt hierfür derzeit den sog. Enabler (aus dem Englischen wörtlich übersetzt „Ermöglicher“). Er soll zusammen mit ergänzenden Services das Lösungsportfolio Noventi Otes bilden, das aus den Bereichen Kommunikation, App-Lösungen und Bibliotheken, Infoserver sowie zentralen Abrechnungs- und Logistikservices zusammengesetzt ist.

Pharmatechnik stellte auf der Expopharm eine neue App für die Arzneimittelvorbestellung in der Apotheke vor, die kommende Woche gelauncht werden soll. Der Unterschied dieser App zu den bereits auf dem Markt befindlichen liegt Pharmatechnik zufolge darin, dass Bestellungen direkt in die Warenwirtschaft eingehen. Der Kunde erhält sofort eine Rück­meldung, ob sein Präparat in der Apotheke vorrätig ist bzw. bis wann es beschafft werden kann. Er soll zudem wählen können, ob er es abholt oder vom Botendienst geliefert bekommt – und er soll in letzterem Fall die Lieferung auch gleich über die App bezahlen können.

Foto: DAZ/Alex Schelbert

Präsentiert wurden am Messestand von Pharmatechnik auch die virtuellen Präsentationskonzepte von promosi wie der „Digitale Zahlteller“, ein 12 Zoll-Monitor, der auf dem HV-Tisch neben der Kasse platziert werden kann und zur Unterstützung von Beratung und Verkauf beitragen soll. Hinter­legte Inhalte wie Monatsangebote, Beratungsfolien, Anwendungshinweise, Produktvideos etc. lassen sich über promosi-Cash-Touch von der Kasse auf den Zahlteller übertragen. promosi-Cash-Touch ist mit allen internetfähigen Kassensystemen kompatibel. Gezeigt wurde auch das Digitale Schaufenster. Apotheker Gunther Böttrich, Geschäftsführer von promosi, erklärte dazu: „Kurze, klare und schön verpackte Botschaften werden immer wichtiger. Statt Pappen präsentieren Apotheken wechselnden Content im Digitalen Schaufenster. Emotionale Bilder und kurze Filmeinspielungen inszenieren Erlebniseinkauf und bilden gepaart mit pharmazeutischer Beratung die Basis für eine Zukunftschance des lokalen Shops“ Apotheke 4.0.“ Promosi bietet ab sofort für alle Warenwirtschaftssysteme eine neu entwickelte Schnittstelle zum promosi-System an.

Foto: DAZ/Alex Schelbert

Bei Lauer-Fischer war die Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) ein Thema am Messestand. Das Unternehmen ist in den Feldtest zur Einführung der TI in Apotheken eingebunden, der im März 2019 starten soll, und natürlich auch am bundesweiten Rollout, das für Mitte 2019 geplant ist. Die CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM), zu der Lauer-Fischer gehört, hat 2017 bereit als erster Komplettanbieter die Zulassung für alle notwendigen TI-Komponenten und -Dienste erhalten und verfügt nach eigener Aussage heute mit rund 30.000 Installationen bei Ärzten und Zahnärzten über die umfangreichste Erfahrung am Markt.

Allerdings denkt man bei CGM und Lauer-Fischer über die elektronische Gesundheitskarte hinaus. Deren Pro­blem: In der digitalen Welt sind Dienstleistungen nicht an Orte geknüpft und Informationen jederzeit zugänglich. Die auf der eGK gespeicherten Daten sind jedoch nur abrufbar, solange sich der Kunde in der Apotheke befindet. Der Lösungsansatz von CGM und Lauer-Fischer heißt daher CGM Life, ein zentraler, hochsicherer Daten­speicher für Gesundheitsdaten wie etwa Röntgenbilder und Laborberichte. Darauf können z. B. mehrere Mitarbeiter des Gesundheitssystems die Informationen des hinterlegten E-Medikationsplans einsehen und bearbeiten - sofern der Patient die Daten freigegeben hat. Über die integrierte Chatfunktion können sich zudem Apotheker, Pflegeheime und Ärzte austauschen. Auch das E-Rezept könnte künftig über die Patientenakte angebunden werden, genauso wie zahlreiche neue Services.

Foto: DAZ/Alex Schelbert

Problemfeld Securpharm

Thema bei den Herstellern von Warenwirtschaftssystemen war natürlich auch Securpharm, denn ab dem 9. Fe­bruar 2019 müssen alle Apotheken in Deutschland die Echtheit von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln bei der Abgabe überprüfen und dies elektronisch dokumentieren. „Pharmatechnik ist Securpharm-ready“ erklärten Dr. Detlef Graessner, geschäftsführender Gesellschafter, und Lars Polap, Geschäftsführer und Leiter der Produktentwicklung bei Pharmatechnik, im Rahmen eines Pressegesprächs auf der Expopharm. Ähnlich klang das bei Lauer-Fischer. Es sei alles vorbereitet, hieß es. Man bedauere aber sehr, dass man bislang nur auf dem Testserver arbeiten könne, weil der Live-Server nicht zur Verfügung stehe. Bei ADG erklärte man ebenfalls, dass eine fer­tige Software vorhanden sei, die auch funktioniere. Man tausche sich aber derzeit, auch im Rahmen der Expopharm, mit den Referenz­apothekern aus, was man noch verbessern könnte. Weniger konkret äußerte sich Awinta. Es gebe noch Unwägbarkeiten für die Anbieter, hieß es. Aber bis zum Stichtag sei man natürlich bereit.

Foto: DAZ/Alex Schelbert

Innovative Kommissionierer

Mit großen Ständen sind naturgemäß stets auch die Anbieter von Kommissionierautomaten auf der Expopharm zu finden – die Automaten benötigen nun einmal Platz. Während bei früheren Messen der Fokus rein auf dem Leistungsspektrum dieser Automaten lag, wird inzwischen zunehmend auch über Vernetzungsmöglichkeiten mit der Warenwirtschaft, mit Blistersystemen, der Digitalen Sichtwahl, Apps etc. informiert – ganz im Sinne der Digitalisierung. Und während Warenwirtschaftsanbieter, Hersteller von Kommissionierautomaten und Rechenzentren früher eher von einander unabhängig agierten, arbeiten sie inzwischen Hand in Hand, um Apotheken einen Rundum-Sorglos-Service bieten zu können. So gaben etwa BD Rowa und Pharmatechnik bekannt, eine neue Kooperation abgeschlossen zu haben. Pharmatechnikkunden konnten bislang nur mit Mach4/Omnicell-Kommissionierern arbeiten, künftig haben sie die Wahl zwischen Mach4/Omnicell und Rowa. Entscheidet sich ein Kunde für einen Rowa, wird dieser von Pharmatechnik gekauft und – entsprechend der Warenwirtschaft – an die Apotheke vermietet. Service und Wartung erfolgen jedoch von Rowa.

Vorgestellt wurde am Rowa-Stand unter anderem zudem das Digital Pharmacy Marketing. Apotheken mit einer digitalen Sichtwahl des Unternehmens können jetzt auch Werbespots von Herstellern abspielen. Ein weiteres Thema bei Rowa waren die neuen Rowa® Crate 10 Systeme, die mit kleinen Boxen arbeiten. Entscheidet sich eine Apotheke für den Start eines Webshops, soll sie damit künftig Bestellungen einfach und schnell kommissionieren können. Nach dem Eingang einer Bestellung läuft der Prozess wie gewohnt über die Warenwirtschaft ab, der Automat lagert die Bestellung aber im Anschluss sofort versandfertig in die Boxen aus und der Apotheker kann die Lieferung schnell und einfach verpacken und versenden. Rowa® Crate 10 soll voraussichtlich ab Mitte nächsten Jahres erhältlich sein.

Apostore präsentierte sich in diesem Jahr gemeinsam mit der Schwester-Firma adcommander auf der Expopharm. Gemeinsam zeigten sie Komplettlösungen für das Back- und Frontoffice der Apotheke. Vorgeführt wurde unter ­anderem „dash!“, eine grafische Bedienoberfläche, die sämtliche Details eines Apostore-Automaten analysiert und auswertet. Per Fingerdruck auf dem Touchscreen können die Ein- und Auslagerung von Artikeln verwaltet, das Warenlager überprüft und Statistiken über Warenein- und Warenaus­gänge aufgerufen werden. Informieren konnte man sich auch über „Apopick“. Apostore bietet mit dem Roboter die Voraussetzung für die volle Automation der Apotheke. Ausgestattet mit einer integrierten Lieferscheinverwaltung entnimmt Apopick Packungen aus dem Großhandelsbehälter und lagert bis zu 300 Stück pro Stunde zuverlässig in den Kommissionierautomaten ein. Ein autonomer Betrieb ist auch bei Nacht möglich.

Foto: DAZ/Alex Schelbert

Ideen für die Sicht- und Freiwahl

Eine Fundgrube ist die Expopharm stets auch für Ideen für die Sicht- und Freiwahl. Am Stand von Strathos konnte man z. B. das neue EMS Husten-Spray auf Glycerolbasis sehen, das seit Kurzem verfügbar ist. Das Medizinprodukt wirkt osmotisch und filmbildend und soll damit Hustenreiz lindern und die Entfernung von auf der Schleimhaut befindlichen Erregern fördern. Kuscheliges für kleine und große Apothekenkunden fand sich mit den Wärmestofftieren von Habibi und Warmies. Vorgestellt wurden neue Motive und Größen, z. B. Einhörner, die es sowohl von Habibi als auch von Warmies gibt, Erdhörnchen von Warmies und – passend zu Halloween – eine neue Fledermaus von Habibi.

Bei Compressana wurden unter anderem Tape Correction Loops vorgestellt. Sie arbeiten wie die von Compressana bereits verfügbaren Tape Soxs – lassen die Socken aber einfach weg. Die nicht haftenden, hautfreundlichen und alltagstauglichen Tape-Schlaufen auf Stoff können zur Korrektur von Hallux valgus und Hammerzehen aufgebracht und auch in Sandalen getragen werden.

Foto: DAZ/Alex Schelbert

Wick Hustenbonbons war zum ersten Mal mit einem eigenen Messestand auf der Expopharm und richtete die Aufmerksamkeit auf zwei Produktneuheiten: Wick RachenDrachen Frosted Apfel und Wick TripleAction. Die RachenDrachen kombinieren echten Apfel-Fruchtsaft mit kühlendem Menthol, sind frei von künstlichen Aromen und Farbstoffen und auch für Vegetarier geeignet. Wick Triple­Action enthält Zink, Vitamin C und Menthol. Vertrieben werden Wick Hustenbonbons von Dallmann & Co.

Am Stand von Pari wurden unter der Bezeichnung Pari ProtECT neue Erkältungspräparate mit Ectoin® präsentiert. Es besitzt stark wasserbindende Eigenschaften und bildet einen Ectoin-Hydrokomplex, der sich stabilisierend auf die Schleimhäute der Atemwege legt und dadurch Entzündungen hemmen kann. Erhältlich sind ein Pari ProtECT Hals- und Rachenspray sowie ein Nasenspray und Lutschpastillen.

Foto: DAZ/Alex Schelbert
Gut besucht war der Stand des Deutschen Apotheker Verlags. Es gab ja auch viel zu entdecken. Und wer müde war, konnte mit einem Buch in einem der Sessel ausruhen.

Zum Schluss noch etwas in eigener Sache: Auch der Deutsche Apotheker Verlag war natürlich wieder mit einem Stand auf der Expopharm vertreten. Präsentiert wurde das Print- und Digitalprogramm und die Standbesucher waren zum Reinlesen und Reinklicken eingeladen. Vorgestellt wurde auf der Messe unter anderem die neue Schnittstelle des Dr. Lennartz Laborprogramm mit der ADG Warenwirtschaft. Nutzer der ADG-Warenwirtschaftsprogramme A3000 und S3000 können sich damit den Programmwechsel künftig an vielen Stellen sparen – auch der Deutsche Apotheker Verlag denkt also vernetzt. Ein Highlight am Stand war zudem die Aktion der PTAheute-Redaktion. Sie verteilte das Stofftier-Einhorn „Zinchen“ an ihre Abonnenten und alle, die auf der Expopharm ein Abo abschlossen. Jedenfalls, solange der Vorrat reichte, denn die Zinchen waren heiß begehrt. |

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