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Cannabis soll es richten

Malta hofft auf Aufschwung

hb/ral | Medizinischer Cannabis ist gefragt. Bis 2020 ist der Markt in der EU dafür voraussichtlich 56 Mrd. US-Dollar schwer. Der Inselstaat Malta möchte davon profitieren und legalisiert daher den Cannabisanbau im industriellen Maßstab.
Foto: Fabianodp – stock.adobe.com

Im März hat das Parlament des kleinen Inselstaats Malta einem Gesetz für die Produktion von Cannabis für die medizinische Verwendung zugestimmt. Hiernach sollen getrocknetes Cannabis, Cannabis-Öl, Samen und Derivate in industriellem Maßstab legal produziert und verkauft werden. Kurz vorher war in Malta außerdem eine Neuregelung verabschiedet worden, nach der Ärzte Produkte aus Cannabis verschreiben dürfen, solange diese mindestens GMP-zertifiziert sind. Sie müssen über Apotheken abgegeben und dürfen nicht geraucht werden. „Wir haben das Gefühl, jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um Maltas Angebot im Pharmasektor neu zu erfinden. Die Produktion von medizinischem Cannabis könnte eine der Lösungen hierfür sein“, erklärt Claude Farrugia von der Malteser Handelskammer. Er hält Cannabis aber nicht nur für eine neue kommerziell äußerst vielversprechende Nische, sondern auch für ein Eingangstor zur Biotech-Industrie. Die Produktion auf der Mittelmeer-Insel könnte Unternehmen mit einer immensen geografischen Reichweite und technologischer Kompetenz anlocken, die ihr Know-how und ihre Maschinen mitbringen, so die Hoffnung. |

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