Aus der Hochschule

Global Health nicht ohne Apotheker

16. PharmaWeekend in Tübingen widmete sich der Entwicklungs- und Katastrophenpharmazie

Die Fortbildungsveranstaltung des Bundesverbandes der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) – das 16. PharmaWeekend – stand unter dem Motto „Entwicklungs- und Katastrophenpharmazie“ und fand vom 8. bis 10. Juni im sonnigen Tübingen statt.

Dieses Thema war für den Veranstaltungsort Tübingen prädestiniert, da sich die Eberhard-Karls-Universität mit dem Kurs „Pharmacy in Global Health“, welcher sich nicht nur an Studierende, sondern auch an Approbierte richtet, in diesem Bereich besonders engagiert.

Aus diesem Grund ist es nicht überraschend, dass Prof. Dr. Lutz Heide der Universität Tübingen mit dem Fest­vortrag zum Thema „Global Health Pharmacy“ das diesjährige PharmaWeekend eröffnete.

Foto: BPhD
Die Teilnehmer des PharmaWeekend bei bester Laune und Sonnenschein.

Disasters, It’s Not IF, But WHEN – Pharmacists Doing Their Part

Die Bedeutsamkeit der Katastrophenpharmazie verdeutlichte der englischsprachige Vortrag „Disasters, It’s Not IF, But WHEN – Pharmacists Doing Their Part“, der von Dr. Sven Normann von der University of Florida – live aus Florida zugeschaltet – gehalten wurde.

Weitere Referenten waren Christine Häfele-Abah von der Universität Tübingen, die den oben erwähnten Kurs gemeinsam mit Prof. Dr. Heide leitet, Jörg Schaaber von der BUKO Pharma-Kampagne sowie Holger Sulz, der im Universitätsklinikum Tübingen im Sachgebiet Katastrophenschutz tätig ist und zur „Kommunikation und Einsatzleitung bei Schadenslagen im Krankenhaus“ referierte.

Auch die Bundeswehr war mit Oberstabsapotheker Dr. Frederick Vongehr und Oberfeldapotheker Ronnie Michel vertreten und brachte den Teilnehmern interessante Einblicke in die Wehrpharmazie.

Dr. Johannes Waltz, Direktor der „Strategy and Finance of the Global Schistosomiasis Alliance“ (GSA), Leiter des „Merck Praziquantel Donation Program“ und Vorsitzender des German Pharma Health Fund, erläuterte in seinem Vortrag, wie man die Parasitose Schistomiasis bekämpft.

Natürlich durften auch humanitäre Hilfsorganisationen beim Thema Katastrophen- und Entwicklungs­pharmazie nicht fehlen. Aus diesem Grunde waren „Apotheker helfen e. V.“ mit Dr. Gerhard Gensthaler und „Apotheker ohne Grenzen e. V.“ mit Petra Isenhuth vertreten. Sie berichteten von ihren Erfahrungen in Einsätzen und humanitären Projekten.

Mehr als nur „Frontalunterricht“

Parallel zu den Vorträgen wurden auch zwei Workshops, ein Training sowie ein Planspiel für die Teilnehmer angeboten.

Neža Trpin von der European Pharmaceutical Students’ Association (EPSA) reiste extra aus Slowenien an und erarbeitete in ihrem Time-Management-Workshop gemeinsam mit den Teilnehmern Strategien, die Hürden des Pharmaziestudenten-Daseins zu meistern.

Die interprofessionelle Zusammenarbeit ließ sich bei dieser Veranstaltung des BPhD e. V. ebenfalls wiedererkennen. Der BPhD e. V. durfte die Bundesvertretung der Medizinstudierenden Deutschlands als Gast begrüßen: Neben Juliane Springer (Bundeskoordinatorin Public Health – bvmd) war auch Sebastian Truffel (Medizinstudent) anwesend. Die Beiden hatten ein interessantes Planspiel zum Ausbruch einer Infektionskrankheit im Gepäck. Hier konnten die Teilnehmer ihr organisatorisches Geschick austesten und das Katastrophenszenario durchspielen.

Djamila Klaffke, Pharmazeutin, und Lisa Specht, Medizinstudentin, von Universities Allied for Essential Medicines (UAEM) erarbeiteten mit den Teilnehmern in ihrem Workshop „Zugang zu Medikamenten – die Rolle der Universitäten“ mögliche Lösungsansätze für ein gerechteres Forschungssystem. Hier wurde die Rolle der deutschen Universitäten als öffentliche Forschungseinrichtungen heiß diskutiert.

Auch der Präsident des BPhD e. V., Max Willie Georgi, bereicherte mit einem Leadership-Training das Programm und zeigte die Unterschiede von „Boss“ und „Leader“ auf.

Insgesamt war das 16. PharmaWeekend ein voller Erfolg und mit einer Stocherkahnfahrt auf dem Neckar, welche die Fachschaft Pharmazie Tübingen eigens für die Teilnehmer organisierte, ging ein tolles, spannendes und informatives Wochenende zu Ende.

Der BPhD freut sich, die Teilnehmer nächstes Jahr zum PharmaWeekend in Heidelberg begrüßen zu dürfen. |

Danksagung

Wir danken ganz herzlich der Fachschaft Tübingen für die tolle Organisation vor Ort sowie allen Referenten und Gästen, die das PharmaWeekend mit ihrem Wissen und Engagement bereichert haben.

Des Weiteren danken wir allen Sponsoren und Unterstützern, ohne die die Ausrichtung der Fortbildungsveranstaltung unmöglich gewesen wäre: Deutsche Apotheker- und Ärztebank (ApoBank), Avoxa - Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH, Deutsche Ärzte Finanz, Deutscher Apotheker Verlag, Hochdorfer, Landesapothekerkammer Baden-Württemberg, Lauer Fischer, LEMONAID, Luvos Heilerde, Meine Apotheke Mache, MLP, Noweda, Pflüger, Phoenix, Pierre Fabre, Pohl Boskamp, Ravati Seminare, Sidroga, Stümple, Wort & Bild Verlag

Julia Lanzenrath, Beauftragte für Internet und Presse, BPhD

Julia Neumann, Pressekoordinatorin BPhD

Ehemaligen-Treffen

Beim Ehemaligen-Treffen konnte Max Willie Georgi aktuelle Themen, wie das aufzubauende Alumni-Netzwerk des BPhD e. V. mit den anwesenden, ehemaligen BPhD-Mitgliedern besprechen. Alle ehemaligen und außerordentlichen Mitglieder sind eingeladen, an diesen Treffen teilzunehmen und das Alumni-Netzwerk mit aufzubauen. Interessierte können eine E-Mail an Svenja Kristin Hilgenberg, Beauftragte für Jungpharmazeuten, schreiben und werden dann in den entsprechenden E-Mail-Verteiler aufgenommen, über den alle Informationen und Einladungen versendet werden.

Getroffen haben sich in Tübingen (v. l.): Max Willie Georgi (Präsident; ehem. Beauftragter für Lehre und Studium), Sebastian Walesch (ehem. Beauftragter für Jungpharmazeuten), Nadin Kersten (ehem. Schatzmeisterin; Ehrenmitglied des BPhD auf Lebenszeit aufgrund überragenden Engagements für den Verein), Franziska Möllers (ehem. Präsidentin; Mitglied des Ehrenausschusses), Nils Winkhoff (ehem. Mitglied des Ehrenausschusses; Träger der Ehrennadel des BPhD aufgrund überragenden ­Engagements für den Verein), Nicole Neitzke (war auf vielen Bundesverbandstagungen während ihres Studiums in Halle an der Saale), Karsten J. Wabbel (ehem. Beauftragter für Praktisches Jahr und Recht, dann umbenannt in Beauftragter für Recht und Datenschutz; Mitglied des Ehrenausschusses; Träger der Ehrennadel des BPhD aufgrund überragenden Engagements für den Verein; Mitglied der Technik-AG), Daniel Kersten (Leiter der Technik-AG des BPhD, langjähriger Besucher der Bundesverbandstagungen; Träger der Ehrennadel aufgrund überragenden Engagements für den Verein)

Foto: BPhD

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