... auch DAZ noch

Zahl der Woche: 27.200 Schwangerschaftsabbrüche

destatis/ral | Die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben rund 27.200 Frauen in dieser Zeit einen Abbruch vornehmen lassen – 2,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Mehrheit der Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschied, war zwischen 18 und 34 Jahre alt. Diese Altersgruppe machte insgesamt 72 Prozent der Abbrüche aus. Bei drei Prozent der Frauen, die ihre Schwangerschaft beendeten, handelte es sich um Jugendliche, rund sieben Prozent war 40 Jahre oder älter. Ein Schwangerschaftsabbruch aus medizinischen Gründen oder nach einer Vergewaltigung lag nur in vier Prozent der Fälle vor. 96 Prozent der Abtreibungen wurden nach der Beratungs­regel vorgenommen. Die meisten Eingriffe erfolgten ambulant, hauptsächlich in gynäkologischen Praxen (80%), 17 Prozent der Frauen suchten für den Abbruch eine Klinik auf, in der der Eingriff ambulant durchgeführt wurde. In 61 Prozent der Fälle wurde der Abbruch mithilfe der Absaugmethode durchgeführt, 22 Prozent der Frauen wählten die medikamentöse Variante mit Mifegyne.

Die gestiegene Zahl an Schwangerschaftsabbrüchen im ersten Quartal 2018 ist ein Trend, der sich fortsetzt. Im ersten Quartal 2017 wurden rund 26.600 Schwangerschafts­abbrüche in Deutschland gemeldet. Wie das Statistische Bundesamt damals mitteilte, waren das im Vergleich zum entsprechenden Vor­jahres­zeitraum 1,3 Prozent mehr Abbrüche. Relativ gleich ­geblieben ist dagegen das Verhältnis an Abbruch mittels Absaugmethode und Abbruch mit Mifegyne. 2017 wählten erstere Methode 60 Prozent der Frauen, letztere 20 Prozent. 

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