Aus den Ländern

Fortbildung zur Katastrophenpharmazie

Themen Notfallmanagement in der Apotheke und Wehrpharmazie fanden viel Anklang

Die Arbeitsgemeinschaft „Notfall- und Katastrophenpharmazie“ der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG) hatte in Kooperation mit dem Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial (VIZ) Quakenbrück am 6. Juni 2018 zur dritten Fortbildungsveranstaltung zur Katastrophenpharmazie in die Artland-Kaserne Quakenbrück eingeladen. Dieser Einladung folgten nicht nur Vertreter der Wehrpharmazie, sondern besonders auch zahlreiche Gäste aus dem Zivilleben.

Apotheker Sven Lobeda aus Dresden zeigte zunächst sinnvolle und praktikable Ansätze eines Notfallmanagements in der Apotheke. Auf lebendige Art veranschaulichte der Referent, wie ein einheitliches Notfallmanagement aufgebaut werden kann, Risiken identifiziert und außerdem Maßnahmen zur Notfallbewältigung, zum Wiederanlauf und zur Geschäftsfortführung anhand der Notfälle „Stromausfall“, „Brand“ und „Geschäftsunfähigkeit des Apothekeninhabers“ getroffen werden können.

Foto: Bundeswehr
In zwei Referaten wurde das Notfallmanagement einer Apotheke beleuchtet, dann die Wehrpharmazie und der Zentrale Sanitätsdienst vorgestellt.

Im zweiten Referat stellte Flottenapotheker Wilfried Fellmann, Dienststellenleiter des VIZ Quakenbrück, die Wehrpharmazie und den Zentralen Sanitätsdienst näher vor und erläuterte den weltweiten Versorgungsauftrag. Neben der vollumfänglichen Funktion einer Bundeswehrapotheke mit einem Versorgungsumfang von weit über 70.000 Soldaten und der Versorgung eines Bundeswehrkrankenhauses gibt es Spezialabteilungen für Optik und Medizintechnik.

Über 30 hochrangige externe Teilnehmer aus öffentlicher Apotheke, Industrie, Krankenhauspharmazie, öffentlicher Verwaltung, Militär und Apothekerkammer sowie Reservisten und Studierende konnten die instruktiven Eindrücke beim anschließenden Rundgang durch die Dienststelle vertiefen und sich von der Leistungsfähigkeit des VIZ Quakenbrück überzeugen. Besichtigt wurden beispielsweise die Abteilungen Versorgung und Bewirtschaftung von Sanitätsverbrauchsmaterial und Medizingeräten, die individuell auf Patienten bezogene Anfertigung von Brillen, die Produktion und Bereitstellung von Sauerstoff für medizinische Zwecke sowie die Instandsetzung von Geräten aus dem Bereich der Medizintechnik. Ein besonderes Highlight für die externen Teilnehmer stellten dabei die Module für den Basisversorgungspunkt (BVP) SanMat dar.

Foto: Bundeswehr
Rundgang im Versorgungs- und Instandsetzungszentrum Sanitätsmaterial (VIZ) ­Quakenbrück

Die Resonanz der begeisterten Fortbildungsteilnehmer war überaus positiv. So konnte die durchgeführte Veranstaltung erneut nicht nur für die Außenwirkung der Wehrpharmazie in der Fachöffentlichkeit einen wichtigen Beitrag leisten, sondern auch für den gesamten Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr. |

Oberstabsapotheker Dr. Frederik Vongehr, VersInstZ SanMat Quakenbrück

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