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Dingermann wirbt für Petition zum Rx-Versandverbot

Unterstützung für die Online-Petition eines engagierten Apothekers

MERAN (eda) | Seit Mai läuft eine ­Online-Petition für ein Versand­handelsverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel. Beim Pharmacon in Meran erhielt diese Aktion eines Apothekers aus Oberfranken prominente Unterstützung.

Prof. Theo Dingermann sorgte am ­Ende seines Vortrags zu Autoimmunerkrankungen für Aufsehen. Auf seiner letzten Präsentationsfolie erschien ein buntes Herz aus Tabletten und der Link auf eine Online-Petition. Mit sorgsam ausgewählten Worten stimmte der emeritierte Hochschullehrer für Biochemie und Molekularbiologie von der Universität Frankfurt die Zuhörer von Pharmakologie auf Politik um. Er könne nicht verstehen, weshalb mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln Versandhandel betrieben werden dürfe. Obwohl sein persönliches Interesse nicht in direktem Zusammenhang mit einem Rx-Versandhandelsverbot stehe, würde er die Online-Petition unter­stützen. Er rief die Teilnehmer auf, sie ebenfalls zu unterzeichnen.

Die Petition im Web

Die Petition läuft bis 7. November 2018. Sie hat bereits mehr als 15.400 Unterstützer – 50.000 sind für eine Petition an den Bundestag nötig. Dann wird sie im Petitionsausschuss beraten. Wer noch mitzeichnen will: Sie finden die Petition, wenn Sie auf daz.online den Webcode T4MG2 in die Suchmaske eingeben.

Hinter der aktuellen Online-Petition für ein Rx-Versandhandelsverbot steht Christian Redmann, Inhaber der Stadt-Apotheke in Ebermannstadt im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Er hatte seine Petition damit begründet, dass er seitens der ABDA das Engagement vermisse, die Belange der Apotheker durchzusetzen. Zudem irritiere es ihn, dass sich Gesundheitsminister Jens Spahn auf allen möglichen anderen Gebieten kapriziere außer auf seinem eigenen. Eineinhalb Jahre nach dem EuGH-Urteil zur Rx-Preisbindung ist es für Redmann zu wenig Ergebnis, sich nach einem Treffen mit der ABDA-Spitze aufs Schweigen zu verlegen. Redmann fordert das klare Bekenntnis Spahns zum Koalitionsvertrag. |

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