Arzneimittel und Therapie

Depressionen unter Finasterid

Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft erinnert an Warnhinweis

cst | In letzter Zeit machte das Haarwuchsmittel Finasterid vermehrt negative Schlagzeilen. Der Grund: Es häuften sich Berichte über anhaltende sexuelle Funktionsstörungen sowie psychische und kognitive Beeinträchtigungen während oder nach einer Behandlung mit dem 5α-Reduktasehemmer.
Foto: studiostoks – stock.adobe.com

Oft verschwinden die Beschwerden nach Absetzen der Finasterid-Behandlung wieder, bei manchen Patienten persistieren die Symptome, die unter dem Begriff Post-Finasterid-Syndrom zusammengefasst werden, jedoch und schränken die Betroffenen massiv ein. In DAZ 16, S. 27 berichteten wir über die Problematik.

Nun weist die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) in einer Meldung vom 17. April 2018 auf einen entsprechenden Warnhinweis hin, der nach einem Risikobewertungsverfahren bereits im Jahr 2017 in die Produktinformation Finasterid-haltiger Arzneimittel aufgenommen worden war. Dort wird seitdem explizit vor Stimmungsänderungen einschließlich depressiver Verstimmung, Depression und Suizidgedanken gewarnt. Während der Behandlung sollten Patienten diesbezüglich überwacht und die Therapie ggf. abgebrochen werden. Anlass dieser Erinnerung war eine Anfrage von Ärzten zu diesem Thema. |

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