DAZ aktuell

Rabattvertrags­reform gefordert

Antrag der Gesundheitsbehörden

bro/ral | Die Chefs der Landesgesundheitsbehörden haben vergangene Woche einen Antrag beschlossen, nach dem der Kostendruck im Generikabereich gesenkt und Rabattverträge hinterfragt werden sollen, um Lieferengpässe zu vermeiden.
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Der Druck der Bundesländer in Sachen Lieferengpässe und Arzneimittel-Rabattverträge wächst. Vor einigen Wochen wurde bekannt, dass die Landesgesundheitsbehörden in Hessen und im Saarland sich dafür einsetzen, die Rabattverträge grundlegend zu reformieren, um den Kostendruck im System zu senken und Lieferengpässe zu vermeiden. Einen entsprechenden Antrag ­hatten beide Länder der sogenannten Amts­chefkonferenz vorgelegt, in der die Chefs aller Gesundheitsbehörden aufeinandertreffen. Nach Informationen von DAZ.online wurde dieser Antrag vergangenen Donnerstag von den Behördenchefs einstimmig angenommen. Dem Vorschlag hatten sich vor der Abstimmung sogar noch die Bundesländer Thüringen, Sachsen und Brandenburg angeschlossen. Der Antrag trägt den Titel „Steuerungsinstrumente für versorgungsrelevante Arzneimittel“ und beschäftigt sich mit Arzneimittel-Lieferengpässen. Um diesen weiter vorzubeugen, soll die Ministerkonferenz nun das Bundesgesundheitsministerium bitten, zu überprüfen, „inwieweit eine Notwendigkeit gesetzlicher Änderungen oder anderer Maßnahmen besteht“. Der Beschluss wird im Juni der Gesundheitsministerkonferenz vorgelegt. |

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