Aus der Hochschule

Festliche Verabschiedung der Absolventen

PharmaCampus der WWU Münster

Am 26. April fand in festlichem Rahmen die seit vielen Jahren in Münster zur guten Tradition gewordene Verabschiedung der angehenden Pharmazeutinnen und Pharmazeuten nach bestandenem 2. Prüfungsabschnitt statt. Der große ­Hörsaal war aus diesem ganz besonderen Anlass, der in großem Stil zusammen mit Familie und Freunden gefeiert wird, gut gefüllt.
Foto: WWU Münster
Die Absolventinnen und Absolventen trafen sich vor der akademischen Feier zum obligaten Gruppenfoto im Innenhof des PharmaCampus.

Prof. Dr. Martina Düfer, stellvertretende Vorsitzende der Prüfungskommission, begrüßte alle Absolventinnen und Absolventen sowie alle Kollegen und Gäste im Namen der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) und wies auf die gute Abschlussbilanz der Münsteraner Pharmazie hin. Sie betonte, dass kaum ein anderes naturwissenschaftliches Studium eine solche Breite an Detailkenntnissen liefert. Für Pharmazeuten und Apotheker als Spezialisten für Arzneimittelentwicklung, -anwendung und -therapiesicherheit ist es essenziell, Eigenschaften einer Arzneiform aus Struktur und Galenik ableiten zu können. Hierzu sind profunde physikochemische, mathematische, botanische und physiologische Grundlagen eine unverzichtbare Voraussetzung. Prof. Düfer unterstrich, dass das kritische Hinterfragen von „Mainstream“-Aussagen rund um die Bewertung der Pharmakotherapie oder sogenannter Alternativen zur Schulmedizin während des gesamten Berufslebens eine Hauptaufgabe des Pharmazeuten sein und bleiben wird. Die Dozenten der fünf Teildisziplinen Pharmazeutische Chemie, Biologie, Technologie, Pharmakologie und Klinische Pharmazie arbeiten am PharmaCampus der Universität Münster Hand in Hand, um die Hochschulabgänger kompetent und fit für alle Facetten ihres Berufslebens zu machen.

Das Grußwort der Studiendekanin des Fachbereichs Chemie und Pharmazie, Prof. Dr. Monika Schönhoff, bestätigte die seit vielen Jahren bestehende Effizienz, Dynamik und Qualität in der pharmazeutischen Ausbildung in Münster, was anhand der statistischen Zahlen und auch aus dem Verhältnis von Lehrpersonal zu Absolventen ableitbar ist. Sie gab den Studienabgängern mit auf den Weg, das bisher erworbene Wissen verantwortungsvoll zu nutzen und ­dabei ein eigenes Profil zu entwickeln sowie Authentizität zu bewahren.

Gegen „alternative Fakten“

Im Festvortrag „Mehr Licht“ diskutierte Prof. Dr. Thomas S. Schmidt (Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie) das in vielen Gesellschaften dieser Welt zu beobachtende derzeitige Phänomen der „alternativen Fakten“, der Unwahrheiten, der Ignoranz von belegten Fakten und den daraus resultierenden politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen. Saubere Wissenschaft, Mut zu den belegten Tatsachen sowie klare Diskussionslinien müssen gegen Ignoranz, Dummheit, Trägheit, Unkenntnis und Fundamentalismus ein klares Gegengewicht bilden. Die Botschaft an die Absolventinnen und Absolventen war klar: Bleibt bei den Fakten, bringt mehr Licht in das herrschende Dickicht der Verdunkelung und Ignoranz, jeder an seinem Platz. Der Pharmazeut in seinem spezifischen Beschäftigungsfeld, muss – egal wo – immer wissenschaftlich bleiben.

Sandra Potthast, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, überbrachte anschließend die Grüße der Kammer sowie Buch­präsente an die drei Jahrgangsbesten. Sie gratulierte allen Absolventinnen und Absolventen und zeigte auf, welche Möglichkeiten ihnen die Apothekerkammer bieten wird.

In einer launigen Abschlussrede ließ Henry Munier als Vertreter der Studierenden das absolvierte Studium unter dem Motto „Flussaufwärts“ Revue passieren, wobei neben den anstrengenden Seiten der gemeinsamen Hochschulzeit auch die schönen Aspekte adressiert wurden.

Foto: WWU Münster
Die Preisträgerinnen der Verspohl-Stiftung (v.l.) Rahaf Ablahad, Antje Geyer und Anna Scheffler mit Prof. Dr. Eugen Verspohl.

Preise der Verspohl-Stiftung

Seit einigen Jahren ist es an der WWU Münster üblich, dass im Rahmen der Zeugnisübergabe auch die Preise der Verspohl-Stiftung überreicht werden. Die Stiftung, die im Jahr 2012 auf Initiative des langjährigen Universitätsprofessors für Pharmakologie Prof. Dr. Eugen Verspohl und seiner Gattin gegründet wurde, zeichnet u. a. Studierende aus, die sich bei guten Studienleistungen auch neben dem Studium engagieren. Die Auswahl trifft ein unabhängiges Kuratorium der Stiftung unter der bewährten Leitung von Prof. Dr. Klaus Langer (Institut für Pharmazeutische Technologie).

Ausgezeichnet mit einem Verspohl-Studienstipendium wurden Rahaf Ablahad und Anna Scheffler für ihre bisherigen Studienleistungen unter Berücksichtigung des Migrationshintergrunds bzw. des intensiven sozialen Engagements. Die Verspohl-Stiftung beteiligte sich außerdem an der Finanzierung eines ProTalent-Stipendiums für Antje Geyer, welches durch ein unabhängiges Gremium der Universität vergeben wird. Allen Preisträgerinnen einen herzlichen Glückwunsch!

Der Höhepunkt der Feier war die Übergabe der Zeugnisse durch Prof. Düfer an die 36 Absolventinnen und Absolventen, die diese stolz und unter dem Applaus ihrer Angehörigen ent­gegennahmen.

Der feierliche, akademische Akt klang bei einem Stehempfang im Foyer des PharmaCampus aus, um dann in einer festlichen und langen Nacht in nicht-universitärer Atmosphäre zu enden.

Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen! |

Prof. Dr. Martina Düfer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

www.uni-muenster.de/PharmaCampus

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