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Vierfach-Grippeimpfstoff künftig für alle

Die Grippeschutzimpfung für gesetzlich Krankenversicherte wird in der Impfsaison 2018/2019 grundsätzlich mit einem Vierfach-Impfstoff erfolgen. Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 22. Februar 2018 die Antigenkombination des Impfstoffs für die Saison 2018/2019 bekannt gegeben hat, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) vergangenen Donnerstag die weiteren Voraussetzungen geschaffen. Mit einer Präzisierung der Schutzimpfungs-Richtlinie gehören Vierfach-Grippeimpfstoffe in Kürze zum Leistungskatalog der GKV. Der Beschluss zur Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie wird jetzt dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt und tritt nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Der G-BA verweist darauf, dass aufgrund der langwierigen Produktionsverfahren die WHO bereits weit vor Beginn einer Grippesaison über die Antigenkombination des Impfstoffs entscheide. Mit Vorliegen der Entscheidung der WHO und dem Beschluss des G-BA hätten die Hersteller nun genügend Vorlauf, um den benötigten Impfstoff bis zum Beginn der nächsten Impfsaison im kommenden Herbst in ausreichendem Umfang zu produzieren.

Ibuprofen-Coffein-Kombi bald in der Apotheke

Die Bundesministerien für Gesundheit und für Landwirtschaft haben einen Referentenentwurf für eine Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung und der Verordnung über apothekenpflich­tige und freiverkäufliche Arzneimittel vorgelegt. Damit die Änderungen in Kraft treten können, muss der Bundesrat zustimmen. Einen Termin für den Durchgang in der Länderkammer gibt es bislang nicht. Von Herstellerseite wird dieser Termin jedoch schon sehnlichst erwartet. Denn unter anderem ist vorgesehen, dass die Wirkstoffkombination aus Ibuprofen (max. Einzeldosis bis 400 mg) und Coffein (max. Einzeldosis bis 100 mg) aus der Verschreibungspflicht entlassen wird. Bislang gibt es in Deutschland ein solches Präparat nicht auf dem Markt. Doch die Hersteller stehen bereits in den Startlöchern. So drängt Sanofi mit seinem neuen Produkt Thomapyrin® Tension Duo – einer Fixkombination aus Ibuprofen 400 mg und Coffein 100 mg – in die Apotheken.

Mortler kämpft für Tabak-Werbeverbot

Die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler will einen neuen Anlauf für ein Verbot der Außenwerbung für Tabakerzeugnisse nehmen – obwohl dies in der vergangenen Wahlperiode gescheitert ist und sich auch nicht im neuen Koalitionsvertrag findet. Sie werde in dieser Sache nicht lockerlassen, sagte die CSU-Politikerin der „Passauer Neuen Presse“. „Tabakaußenwerbung hat in einem modernen gesundheitsbewussten Land nichts zu suchen“, so Mortler. Ziel müsse es sein, Jugendliche davon abzuhalten, mit dem Rauchen zu beginnen. „Da können wir nicht zuschauen, wenn auf der Straße mit Millionenaufwand für neue Tabakprodukte und damit auch für das Rauchen geworben wird.“ Unterstützung erhielt die Drogenbeauftragte vom SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. „Wir müssen die Kinder schützen: Das Tabakwerbeverbot muss in Deutschland sofort umgesetzt werden“, äußerte er gegenüber den Medien. Es spreche nichts dagegen – mit Ausnahme des Drucks der Tabakindustrie.

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