DAZ aktuell

Projekt kommt nicht voran

Krankenkassen-Automat

ts/ral | In rund 50 Apotheken Deutschlands stehen derzeit sogenannte Gesundheitsterminals, über die Versicherte mit ihrer Krankenkasse kommunizieren und Gesundheitsinformationen abrufen können. Eigentlich sollten es viel mehr sein.

Entwickelt hat die Terminals die Deutsche Gesellschaft für Infrastruktur und Versorgungsmanagement (Degiv). Ziel des Unternehmens ist die Installation von bundesweit rund 7500 der Geräte in Apotheken und Medizinischen Versorgungszentren. Doch das erweist sich als schwierig. Die Einführung der Gesundheitsterminals verläuft schleppend, bislang sind nur wenige Versicherer mit im Boot: die DAK sowie einige Betriebskrankenkassen. Dieter Rittinger, Geschäftsführer der Degiv: „Ich habe das Beharrungsvermögen der Versicherer unterschätzt. Und ich habe nicht erwartet, dass einige ihre gesetzlichen Verpflichtungen zum digitalen Datenzugang nicht erfüllen.“ Rittinger setzt daher aktuell unter anderem auf die bevorstehende Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung, die dem einzelnen Bürger mehr Kontrolle über seine Daten verschaffen soll und damit zusätzlichen Druck auf die Kassen ausüben dürfte. Rittinger verweist darauf, dass er in jedem Fall die Unterstützung der Krankenkassen braucht, unter anderem als Finanziers. 80 Cent pro Versicherten und Jahr sollten diese an die Degiv zahlen. Das entspreche dem Gegenwert eines einzigen Werbebriefes pro Kunde und Jahr. |

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