Wirtschaft

Neuer Chef bei Stada

Fünfter Wechsel binnen zwei Jahren

eda | Claudio Albrecht war nur vier Monate Chef des hessischen Arzneimittelherstellers Stada. Bald folgt auf ihn Peter Goldschmidt. Die 5,3 Milliarden schwere Übernahme von Stada ist noch nicht abgeschlossen.

„Stada setzt auf Kontinuität“ lautet die Pressemitteilung, in der verkündet wird, dass der 53-jährige Peter Goldschmidt ab dem 1. September 2018 als Vorstandsvor­sitzender tätig sein wird. Damit wird er Nachfolger von Claudio ­Albrecht. Albrecht löste Engelbert Willink ab, der wiederum Matthias Wiedenfels ablöste, der im Sommer 2016 auf den langjährigen Firmenlenker Hartmut Retzlaff folgte. Als Claudio Albrecht Ende September 2017 sein Amt antrat, stand bereits fest, dass es sich nur um einen Übergangschef handeln würde. Albrecht wird anschließend in eine nicht-geschäftsführende Position innerhalb des ­Konzerns wechseln.

Sein Nachfolger Goldschmidt kommt von Novartis, wo er in den letzten rund 30 Jahren in verschiedenen Führungspositionen in Europa, Asien und den USA tätig war. In seiner jetzigen Position baute er in den vergangenen fünf Jahren das über 3 Milliarden US-Dollar schwere Generika- und Biosimilargeschäft aus. Zuvor leitete Goldschmidt den Geschäftsbereich Zentral- und Osteuropa, wo er Sandoz zum Marktführer im Generikamarkt machte. In seiner Karriere war er zudem in leitenden Positionen bei Novartis in Asien und Europa tätig. Goldschmidt kommt ursprünglich aus Deutschland und studierte in Münster.

Übernahme-Poker bei Stada

Im September hatten Bain und Cinven Stada für mehr als fünf Milliarden Euro übernommen. Nun soll die Übernahme abgeschlossen werden. Dafür wollen die Eigner auf einer außerordent­lichen Hauptversammlung einen Gewinnabführungsvertrag von den Aktionären absegnen lassen. Dafür brauchen sie 75 Prozent der Stimmrechte. Zuletzt kamen sie auf 65 Prozent. Auf Widerstand werden sie wohl bei Großaktionär Paul Singer stoßen. Mit einem Ergebnis wird erst nach Redaktionsschluss der AZ gerechnet. |

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