Wirtschaft

GSK und Pfizer vereinen OTC

Gemeinschaftsunternehmen soll weltweit Nr. 1 werden

cha/dpa | Der Trend bei forschenden Unternehmen, sich ihrer OTC-Sparte zu entledigen, setzt sich fort. Nun wollen der britische Pharmakonzern GlaxoSmith­Kline (GSK) und der US-Pharma­riese Pfizer ihre Geschäfte mit rezeptfreien Mitteln bündeln.

Die Abspaltung der OTC-Sparten ist in der Pharmabranche derzeit in Mode: Diese bringen typischerweise nur kleine Margen und der Verkauf spielt viel Geld für die Entwicklung neuer verschreibungspflichtiger Blockbuster ein.

Pfizer bemüht sich schon länger um eine Lösung für seine Consumer-Healthcare-Sparte. Im Oktober 2017 hieß es, man suche nach „strategischen Alternativen“. Im März dieses Jahres scheiterte ein geplanter Verkauf, unter den Interessenten soll auch GSK gewesen sein.

Nun ist geplant, dass beide Konzerne ihre jeweiligen Consumer-Healthcare-Sparten in einem Gemeinschaftsunternehmen zusammenlegen, wie GSK und Pfizer am vergangenen Mittwoch mit­teilten. Die Briten bringen dabei so bekannte Marken wie Chlor­hexamed®, Sensodyne®, Otriven®, Voltaren® oder Zovirax® mit, Pfizer trägt u. a. Baldriparan®, Centrum®, Spalt®, Thermacare® und Vitasprint® bei.

Beide Sparten zusammen kommen auf einen Umsatz von gut 9,8 Mrd. Pfund (10,9 Mrd Euro). Die Behörden und die GSK-Aktionäre müssen dem Deal noch zustimmen.

Die Unternehmen prognostizieren ab dem Jahr 2022 ein Einsparpotenzial von einer halben Milliarde Pfund. Die Analysten der US-amerikanischen Investmentbank Jefferies erwarten höhere Margen. Nach ihren Berechnungen wird das Gemeinschaftsunternehmen die weltweite Nummer 1 im Consumer-Healthcare-Markt mit einem Marktanteil von 7,2 Prozent.

Börsengang drei Jahre nach Abschluss geplant

GSK soll mit 68 Prozent die Mehrheit an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen halten. Der Abschluss der Transaktion wird in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres erwartet. Innerhalb von drei Jahren nach dem Abschluss sei ein Börsengang geplant. |

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