Wirtschaft

OTC wächst, Rx stagniert

Immer höhere GKV-Einsparungen bei Arzneimitteln

eda | Das Marktforschungsinstitut IQVIA hat den Apothekenmarkt des ersten Dreivierteljahres 2018 analysiert. Der Umsatz mit Arzneimitteln aus den Vor-Ort-Apotheken und dem Versandhandel betrug in den ersten neun Monaten des Jahres 26,5 Mrd. Euro. Das entspricht einer Steigerung um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt wurden 1,2 Milliarden Packungen verkauft, etwa ein Prozent mehr. Bei den rezeptpflichtigen Präparaten gingen 554 Millionen Packungen (+ 1%) im Wert von 23 Milliarden Euro (+ 5%) an Patienten, das entspricht einem Anteil von rund 86 Prozent (Basis: ApU). Der Umsatz mit OTC-Arzneimitteln (Basis: effektiver Verkauspreis) betrug im Dreivierteljahr 3,8 Milliarden Euro (+ 6%). Der Absatz lag bei 639 Millionen Packungen (+ 4%).

Versandhandel: Rx stagniert

Knapp 900 Millionen Euro Umsatz wurde in den ersten neun Monaten des Jahres mit Arzneimitteln im Versandhandel gemacht, eine Steigerung um sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Drei von vier Präparaten sind dabei rezeptfrei. Das OTC-Segment verbucht eine Umsatzsteigerung von acht Prozent. Der Umsatz mit rezeptpflichtigen Präparaten ging um knapp ein Prozent zurück. Während der Absatz mit OTC-Arzneimitteln um sechs Prozent zulegte (87,8 Millionen Packungen), blieb die Nachfrage nach Rx-Arzneimitteln nahezu konstant bei 6,2 Millionen Packungen, (+ 0,4%).

Die drei absatzstärksten Präparategruppen im OTC-Versandhandel mit zum Teil zweistelligen Zuwächsen sind topische Rhinologika (+ 12%), Präparate gegen trockene Augen (+ 10%) und Hypnotika bzw. Sedativa (+ 9%). Rückgänge verbuchen u. a. topische Antirheumatika (- 2%).

Die Einsparungen der GKV durch Hersteller- und Apothekenabschläge bei Rx-Arzneimitteln liegen im Dreivierteljahr 2018 mit 3,8 Milliarden Euro um 16 Prozent über dem Vorjahreswert. Mit 2,9 Mrd. Euro Abschlägen entfällt der Großteil der GKV-Einsparungen auf Herstellerabschläge. Die Apothekennachlässe gegenüber der GKV liegen auf Vorjahresniveau und belaufen sich auf 845 Mio. Euro. |

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