Wirtschaft

Novartis macht groß reine

Abspaltung von Alcon und Sandoz/Hexal?

jb/bro | Erst Ophthalmologie und dann Generika? Dass Novartis sich von Alcon trennen will, ist bereits bekannt. Nun soll der Schweizer Pharmakonzern die Abspaltung der Generikasparte Sandoz planen, berichtet der „Tagesanzeiger“. Während Novartis die erste Meldung bestätigt und konkretisiert, dementiert er die zweite.

Novartis hatte Alcon 2011 für insgesamt rund 50 Milliarden Dollar übernommen. Doch die großen Hoffnungen, die auf dem Zukauf ruhten, erfüllten sich anscheinend nicht. Wie in der vergangenen ­Woche bekanntgegeben wurde, soll Alcon zu 100 Prozent und steuerneutral verkauft werden. Im Zusammenhang mit der Transaktion soll an zwei Investorentagen in New York und London detailliert über das Geschäftsmodell, die Strategie, die finanziellen Umstände und auch über die Risiken von Alcon informiert werden. Geplant ist die Abspaltung für das erste Halbjahr. Demnach soll die Augenheilsparte sowohl an der SIX Swiss Exchange als auch an der Börse in New York (NYSE) ­notiert sein. Novartis war zu dem Schluss gekommen, dass man mit diesem Schritt den größten Mehrwert für die Novartis-Aktionäre schaffen könne.

Generikasparte bald eigenständig?

Dementiert wurden dagegen Berichte, nach denen Novartis-Chef Vas Narasimhan bei einem Investorentreffen in der vergangenen Woche die Abspaltung der Generikasparte Sandoz angekündigt hat. „Wir haben über einen Umbau gesprochen, nicht über eine Abspaltung von Sandoz“, so ein Novartis-Sprecher. Ziel des Konzerns aus Basel sei es, dem Geschäft mit Generika mehr Autonomie zu geben und die Ausrichtung zu schärfen. Die Sparte steht schon seit Längerem unter Druck. Grund ist der anhaltende Preisdruck bei Generika. Zuletzt hatte Novartis im September beschlossen, sich von Teilen seines Generika-Portfolios in den USA zu trennen. So veräußert die US-Tochter insbesondere ihr US-Dermatologiegeschäft sowie das Portfolio mit Generika an die indische Aurobindo Pharma. |

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