Gesundheitspolitik

Haftstrafen für Apotheker

Mutter und Sohn gestehen Rezeptbetrug

BERLIN (ks) | Rezeptbetrug ist auch in einer finanziellen Notlage keine Option. Das haben eine 64-jährige Apothekerin und ihr 37-jähriger Sohn, ebenfalls Apotheker, jetzt zu spüren bekommen. Sie wurden vom Landgericht Halle wegen Betrugs zu Haftstrafen verurteilt.

Mutter und Sohn waren wegen gewerbsmäßigen Betrugs angeklagt. Zwischen 2008 und 2012 sollen sie Verordnungen manipuliert und bei den Kassen mehr als 650.000 Euro kassiert haben. 2013 flog der Betrug auf und ihre Apotheke in Hohenmölsen wurde geschlossen. Es folgten umfangreiche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Im Dezember 2017 wurde Anklage erhoben. Nachdem die beiden Angeklagten gleich zu Prozessbeginn am 24. August die Vorwürfe eingeräumt hatten, blieb ihnen ein langwieriges Gerichtsverfahren erspart. Gemeinsam mit Gericht und Staatsanwaltschaft kam man überein, das Verfahren zu beenden. Am 30. August wurde die Apothekerin wegen 171 Taten zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt, ihr Sohn wegen gemeinschaftlich begangenen Betruges in 62 Fällen zu einem Jahr und acht Monaten. Bei einer Strafe unter zwei Jahren kann die Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt werden, was beim Sohn auch geschehen ist. |

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