Wirtschaft

Trump will mehr regulieren

Weniger Einfluss für Pharmacy Benefit Manager

ts/eda | Bis zu 20 Prozent der Arzneimittelkosten in den USA werden von den Pharmacy Benefit Managers (PBM) verursacht. Diese vermitteln zwischen Apotheken und Krankenversicherungen und handeln Konditionen aus. US-Präsident Donald Trump will deren Einfluss nun limitieren.

David Balto, ehemaliger politischer Direktor der US-Handelsbehörde, bringt es in „The American Prospect“ auf den Punkt: „Wenn ich Lipitor in der Apotheke kaufe, verdient der PBM daran 50 Dollar. Wenn ich einen Fernseher bei Walmart erwerbe, bekommt Visa, die das Gleiche tun wie ein PBM, nämlich verschiedene Märkte miteinan­der zu verbinden, einen Dollar.“

Die Pharmacy Benefit Manager (PBM) stellen eine Besonderheit im US-Gesundheitswesen dar. Offiziell setzen sie sich dafür ein, mit den Pharmaunternehmen Rabatte auf Arzneimittel auszuhandeln. Tatsächlich, so der Vorwurf, streichen die PBM die Rabatte selbst ein und tragen zu einer erheblichen Kostenbelastung des Gesundheitssystems bei. Zum einen würden die PBM bis zu jeden fünften Dollar aus dem Verkauf verschreibungspflichtiger Arzneimittel abschöpfen, zum anderen würde das System der Rabatte Anreize für höhere Listenpreise schaffen. Allein in den vergangenen fünf Jahren haben sich die Rabatte auf 153 Milliarden Dollar verdreifacht, ohne dass sie in dieser Höhe beim Patienten angekommen sind. Nun haben das Gesundheitsministe­rium Department of Health and Human Services (HHS) und die Zulassungsbehörde Food and Drug Administration (FDA) mit der Unterstützung von US-Präsident Donald Trump konkrete Schritte zur Eindämmung der PBMs eingeleitet. Ein weiterer Vorschlag zur Senkung der Arzneimittelpreise sieht die Abschaffung einer PBM-Vertragsklausel vor, wonach es Apothekern bislang untersagt ist, Patienten über preiswertere Alternativen zu informieren. Ein entsprechender Gesetzentwurf ist mittlerweile vom Senatsausschuss verabschiedet worden. |

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