Wirtschaft

Schwaches Diabetesgeschäft

Sanofi legt Quartalszahlen vor

jb | Der starke Euro und ein schwaches Diabetesgeschäft machen dem französischen Pharmakonzern zu schaffen. In der letzten Woche legte Sanofi seine Quartalszahlen vor und blickte dennoch optimistisch ins zweite Halbjahr 2018.

Wie der Konzern mitteilte, sei der Umsatz im zweiten Quartal um knapp 6 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro gefallen. Sanofi-Chef Olivier Brandicourt hatte eigentlich bereits bei der Vorlage der Quartalsbilanz zum ersten Quartal den großen Aufschwung für die letzten sechs Monate des Jahres versprochen. Ohne die Folgen der Umrechnungseffekte durch den starken Euro wäre der Umsatz stagniert. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn ging um 8 Prozent auf 1,56 Milliarden Euro zurück. Damit fiel der Erlös schwächer aus, als Experten erwartet hatten. Der bereinigte Gewinn lag hingegen im Rahmen der Prognosen der von Bloomberg befragten Analysten. Sanofi ringt weiter mit einem schwachen Diabetesgeschäft und dem starken Euro. Erneut brachen dem Konzern bei den Insulinen maßgeblich die Umsätze weg. Allerdings sollte damit der Höhepunkt der Rückgänge durch den verloren gegangenen Patentschutz in den USA erreicht sein, versuchte Brandicourt zu beruhigen. Daneben hielten die Franzosen Umsatzrückgänge im Impfgeschäft in Atem, vor allem weil es in China zu anhaltenden Lieferengpässen kam. Insgesamt konnte Sanofi dort aber beim Umsatz prozentual zweistellig zulegen. China gilt als einer der größten Zukunftsmärkte für die Pharmabranche. Beim Blick auf das laufende Jahr ist Sanofi etwas optimistischer als zuletzt. Beim um Sonderposten und Währungseffekte bereinigten Gewinn je Aktie rechnet Sanofi jetzt mit einem Plus zwischen 3 und 5 Prozent, bisher hatte die Prognose bei 2 bis 5 Prozent gelegen.

Große Hoffnungen setzt Sanofi unter anderem auf den Antikörper Dupilumab (Dupixent®), den der Konzern nach der Zulassung für Neurodermitis und auch Asthma vermarkten will. |

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