Gesundheitspolitik

Barmer-Studie ohne Apotheker

bj | Laut einer aktuellen Analyse der Barmer Ersatzkasse ist jeder fünfte Bundesbürger von Polypharmazie betroffen. Die meisten Arzneimittelrisiken, die dabei auftreten, sind vermeidbar, erklärte der Barmer Vorstandsvorsitzende Professor Christoph Straub auf einer Pressekonferenz, die am vergangenen Donnerstag in Berlin stattfand.

Der Publikation zufolge erhalten Versicherte mit Polypharmazie ihre Verordnungen von drei oder mehr Ärzten. Hinzu komme, dass mehr als 80 Prozent der Betroffenen ihre Rezepte in bis zu drei verschiedenen Apotheken einlösen. „Der Apotheker hat bei der Polypharmazie auch keinen besseren Überblick als der Arzt“, schilderte Professor Daniel Grandt, Hauptautor des „Arzneimittelreports 2018“. Um die Ärzte bei ihrer Arbeit zu unterstützen, hat die Barmer das Projekt „Adam“ (Anwendung für digital unterstütztes Arzneimitteltherapie-Management) mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe entwickelt. Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und läuft seit 2017. Es wird mit 16 Millionen Euro aus dem Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses finanziert. Im Gegensatz zum ARMIN-Projekt sind bei Adam jedoch keine Apotheker involviert. |

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