Wirtschaft

Gehe fordert 96 Cent

CDU-Gesundheitsexperte Sorge besucht Niederlassung

bro | Der Stuttgarter Großhändler Gehe hat seine Bemühungen in den Bereichen Politik und Öffentlichkeitsarbeit in den vergangenen Monaten erheblich verstärkt. Nun nutzte er den Besuch des CDU-Gesundheitsexperten Tino Sorge, um konkrete Honorar­forderungen zu erheben.

Nachdem bereits vor einigen Wochen Karin Maag, die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, und Martina Stamm-Fibich, Bericht­erstatterin für Arzneimittelthemen der SPD-Bundestagsfraktion, die Gehe-Zentrale bzw. eine bayerische Niederlassung besucht hatten, kam am vergangenen Dienstag Tino Sorge, CDU-Bundestags­abgeordneter und Mitglied des Gesundheitsausschusses, zur Gehe-Niederlassung in Magdeburg. Diskutiert wurde laut Presse­meldung über die „starke Veränderung des Arzneimittelmarktes“. Konkret ging es um die Zunahme der Hochpreiser und der Arzneimittel, die besonders kompliziert zu handhaben sind wie Betäubungs- und Kühlmittel, sowie über die Personal-, Dokumentations- und Transportkosten, die durch die Umsetzung europä­ischer wie nationaler Regulierungen angestiegen sind.

Fixum soll steigen, variabler Anteil soll gleich bleiben

Bereits gegenüber Maag und Stamm-Fibich hatte die Gehe das Großhandelshonorar ange­sprochen. Nun wurde Dr. Peter Schreiner, Vorsitzender der GEHE-Geschäftsführung, konkret: „Eine Anpassung ist unerlässlich, um kurzfristig auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren und eine optimale Arzneimittelversorgung in Deutschland sicherstellen zu können. Daher fordern wir eine Erhöhung des Festzuschlags auf 96 Cent pro Packung bei gleichbleibendem variablen Anteil.“

Bekannt sind die 96 Cent schon aus dem im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellten Honorargutachten. Die Gutachter hatten empfohlen, den Fixzuschlag für die Großhändler auf 96 Cent zu erhöhen – allerdings sollte zugleich der prozentuale Aufschlag von derzeit 3,15 Prozent auf 0,53 Prozent sinken. |

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