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Legale Joints „knallen“ nicht

Uruguay: Cannabis aus Apotheken

dpa-AFX/ms | In Uruguay zeigt sich, dass der Verkauf von Cannabis als Droge in Apotheken problematisch ist. Den teilnehmenden Apotheken werden die Bankkonten gesperrt. Außerdem überzeuge das staatliche Cannabis die Konsumenten nicht.
Foto: Capjah – stock.adobe.com

Die Umsetzung des Projekt „staatliches Cannabis aus Apotheken“ in Uruguay stockt. Lieferengpässe lassen viele der registrierten Käufer unversorgt zurück. Das Produkt überzeugt nicht. „Das legale Marihuana knallt nicht“, titelte die Zeitung „El Observador“. Der THC-Gehalt der ersten Sorte des staatlich produzierten Cannabis betrug nur zwei Prozent. Abhilfe soll eine neue Variante mit neun Prozent THC schaffen, das nun verkauft wird. Doch das größte und bislang auch ungelöste Problem stellen die Banken da. Mehrere Finanzinstitute hatten angekündigt, die Konten der Apotheken zu sperren. Viele Banken arbeiten mit Geldinstituten in den USA zusammen, dort ist Cannabis per Bundesgesetz verboten. Deswegen gibt es Cannabis in Uruguay nun nur noch gegen Cash. Nach dem Cannabis-Gesetz können Uruguayer die Droge als Selbstanbauer, in Clubs oder als registrierte Käufer in Apotheken nicht mehr nur legal konsumieren, sondern auch produzieren und erwerben. Der Erwerb für Ausländer ist weiterhin in Uruguay ver­boten. Der schleppende Apothekenverkauf sorgt mit dafür, dass noch über die Hälfte der Konsumenten ihre Ware nicht über den legalen Markt bezieht. |

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