Arzneimittel und Therapie

Welche Kombi bei stabiler COPD?

Cochrane-Review spricht für LABA/LAMA

Einem aktuellen Cochrane-Review zufolge bietet eine Kombination aus langwirksamen Anticholinergika und langwirksamen Betaagonisten für stabile COPD-Patienten mehr Vorteile als eine Kombination aus langwirksamen Betaagonisten und inhalierbaren Corticosteroiden.

Zur Therapie einer stabilen COPD werden drei Klassen inhalierbarer Wirkstoffe eingesetzt: langwirksame Anticholinergika (LAMA), langwirksame Betaagonisten (LABA) und inhalierbare Corticosteroide (ICS). Welche Kombination dieser Wirkstoffe zu besseren Behandlungsergebnissen führt, war Gegenstand eines Cochrane-Reviews, der elf randomisierte klinische Studien einschloss. Es wurden die Daten von 9839 Patienten ausgewertet, die aufgrund einer moderaten bis schweren COPD mit einer Kombination aus LABA/LAMA oder LABA/ICS während eines Zeitraums zwischen sechs und 52 Wochen behandelt worden waren. Der kombinierte primäre Studienendpunkt umfasste unter anderem die Exazerbationsrate, Nebenwirkungen, die Lebensqualität und das forcierte exspiratorische Einsekundenvolumen. Sekundäre Endpunkte waren unter anderem das Auftreten von Pneumonien und die Gesamtmortalität. Die Ergebnisse sprachen für eine LAMA/LABA-Kombination: Diese führte im Vergleich mit LABA/ICS zu weniger Exazerbationen, einer höheren Lebensqualität sowie zu einem größeren forcierten esxpiratorischen Einsekundenvolumen. Auch traten unter LAMA/LABA weniger Pneumonien auf als unter LABA/ICS. Im Hinblick auf die Gesamtmortalität und schwere unerwünschte Wirkungen gab es keine Unterschiede zwischen den Kombinationen. |

Quelle

Horita N et al. LABA combined with long-acting muscarinic antagonists or LABA combined with ICS for patients with stable COPD. JAMA 2017;318(13):1274-1275

Horita N et al. LAMA plus LABA vs. LABA plus ICS for stable chronic obstructive pulmonary disease. Cochrane Database Syst Rev 2017;2:CD012066

Apothekerin Dr. Petra Jungmayr

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