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Engpass bei Scabioral

Krätze-Therapie nicht gefährdet

ms/dm | Scabioral®, ein orales Arzneimittel zur Therapie der Krätze, ist derzeit nicht lieferbar, wie der Hersteller mitteilte. Für Erkrankte besteht allerdings kein Grund zur Sorge: Kutane Arzneimittel sind weiterhin verfügbar.
Foto: M.Dörr & M.Frommherz – stock.adobe.com

Scabioral® enthält den Wirkstoff Ivermectin und ist das derzeit einzige in Deutschland zugelassene orale Arzneimittel zur Therapie der Krätze (Scabies). Wie der Hersteller Infectopharm dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mitteilte, bestehe derzeit ein „produktionsbedingter Lieferengpass“. Infectopharm rechnet damit, dass Scabioral® frühestens ab 1. Dezember 2017 wieder lieferbar ist. Die Therapie von mit Krätze infizierten Personen ist aufgrund des Engpasses nicht gefährdet. Laut der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Dermatologie ist Permethrin zur kutanen Anwendung in Konzentrationen von fünf Prozent das Mittel der Wahl. Entsprechende Produkte sind lieferbar. Die orale Therapie mit Ivermectin wird dann empfohlen, wenn die Therapie mit Permethrin nicht anschlägt oder nicht möglich ist, z. B. bei immunsupprimierten Patienten oder bei stark ekzematöser oder erosiver Haut. Ist die orale Therapie notwendig, besteht die Möglichkeit Stromectol®, z. B. aus Frankreich, zu importieren. Unklar ist, ob dieses von den Krankenkassen erstattet wird. |

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