DAZ aktuell

220.000 mehr in der Pflege

Auswirkungen des PSG II

daz | Seit Anfang des Jahres gelten nach dem Pflegestärkungsgesetz II fünf Pflegegrade statt drei Pflegestufen. Das Resultat: Hunderttausende mehr haben nun einen Anspruch auf Leistungen. Trotzdem bleibt noch viel Reformbedarf.
Foto: M.Dörr & M.Frommherz – stock.adobe.com

Durch das zweite Pflegestärkungsgesetz (PSG II) werden seit Anfang 2017 Beeinträchtigungen von Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Erinnern etwa bei Demenz bei der Pflegebegutachtung besser berücksichtigt. Und die Reform zeigt Wirkung: Wie die Zahlen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) zeigen, ­bekamen in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 220.000 mehr Menschen zusätzliche Leistung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Von den 1,11 Millionen Versicherten, die in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres vom MDK begutachtet wurden, wurden nur noch 13,6 Prozent als nicht bedürftig eingestuft. 17,6 Prozent erhielten den geringsten Pflegegrad 1. Für 29,1 Prozent empfahlen die Gutachter Grad 2. Als schwer oder schwerst beeinträchtigt wurden knapp zwei Fünftel eingestuft: 21,7 Prozent in Grad 3, 18 Prozent in Grad 4 und 5. Trotz dieser Erfolge besteht noch viel Reformbedarf in der Pflege. So fehlt es in Krankenhäusern und Heimen oft an Pflegekräften, die Bezahlung ist oft mäßig, und die Betroffenen müssen hohe Eigenanteile zahlen. |

Das könnte Sie auch interessieren

Krankengeld, Reha, Hilfsmittel

Ablehnungsverhalten der Kassen in der Kritik

MDK-Behandlungsfehler-Statistik 2013

Mehr Vorwürfe – etwas weniger Fehler

Alten- und Pflegeheime in Mitteldeutschland

Wenn Arzneimittel vertauscht werden

TK lehnt zwei von fünf Anträgen ab

Kassen zögern bei Cannabis

MDK-Behandlungsfehler-Statistik 2014

Zahl der Verdachtsfälle steigt weiter

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.