Prisma

Botulismus nach Fischverzehr

BfR warnt vor getrockneten Plötzen

du | Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor dem Verzehr nicht ausreichend erhitzter gesalzener und getrockneter Plötze. Diese Fische können mit Clostridium botulinum kontaminiert sein und Botulinum-Neurotoxine enthalten.
Foto: schankz – stock.adobe.com

Sowohl in Deutschland als auch in Spanien wurden Ende 2016 mehrere Fälle von Botulismus gemeldet, die auf den Verzehr von gesalzenen und getrockneten Plötzen zurückgeführt wurden. Botulismus wird durch Botulinum-Neurotoxine hervorgerufen und beginnt zunächst mit unspezifischen Symptomen wie Übelkeit und Erbrechen, gefolgt von neurologischen Störungen wie Sehstörungen, Mundtrockenheit, Sprech- und Schluckstörungen, die tödlich enden können. Um das Botulismus-Risiko beim Verzehr dieses in Deutschland und Europa beliebten Fisches zu reduzieren, empfiehlt das BfR, den Fisch zeitnah nach dem Fang vollständig auszunehmen und danach innen und außen gründlich zu waschen. Bis zur Salzung sollten Fische bei maximal 30 Grad gelagert, während einer mehrtägigen Salzung zusätzlich gekühlt und vor einer Trocknung oberhalb von 8 °C ausreichend gesalzen werden. Verbraucher sollten gesalzene und getrocknete Plötze nur verzehren, wenn diese zuvor mindestens 10 Minuten bei einer Kerntemperatur von mindestens 85 °C ausreichend erhitzt worden sind. |

Quelle

Mitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung, 32/2017 vom 11. September 2017

Das könnte Sie auch interessieren

Neue Indikationen und weiterentwickelte Formulierungen für Botulinum-Toxin

Vom Wurstgift zum Multitalent

Weniger Kopfschmerztage

Botox® bei chronischer Migräne

Antidepressive Wirkung von Botulinumtoxin erneut untersucht

Faltenfrei und sorgenlos?

Theater, Märchen und Krimi

Die Woche in Bildern

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.