DAZ aktuell

Geld für neue Antibiotika

Bundesregierung stockt auf

ks | 56,5 Millionen Euro wollen die Bundesrepublik Deutschland und weitere internationale Geldgeber in die Forschungsinitiative GARDP stecken. Das investierte Geld dient der Erforschung und Entwicklung neuer Antibiotika.
Foto: jarun011 – stock.adobe.com

Bundesgesundheitsminister Gröhe erklärte am 4. September in Berlin, dass sein Ministerium die Förderung der GARDP (Global Antibiotic Research and Development Partnership) für die Jahre 2016 und 2017 um 1,35 Millionen Euro auf insgesamt 2,6 Millionen Euro aufstocken möchte. Das Bundesforschungsministerium sagte zu, dass in den Jahren 2018 bis 2022 weitere 50 Millionen Euro an GARDP fließen sollen. Auch andere Staaten haben zusätzliche Finanzmittel versprochen, darunter die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Deutschland ist jedoch der größte Geldgeber.

Die gemeinnützige Forschungsinitiative GARDP unterstützt unter anderem kleinere Pharmaunternehmen bei Studien und der Erforschung neuer Substanzen. Mit der nun zugesagten Finanzierung werden vier Programmbereiche gefördert. Dabei geht es z. B. um die Entwicklung neuer Arzneimittel gegen sexuell übertragbare Krankheiten, die Neugeborenen-Sepsis, den Aufbau einer pädiatrischen Antibiotika-Plattform sowie ein Programm zur Wiederherstellung des Antibiotika-Gedächtnisses. |

Das könnte Sie auch interessieren

Gefahr durch multiresistente Keime

WHO vermisst Innovationen bei Antibiotika

Neuling Zoliflodacin nimmt Phase-II-Hürde

Scharfe Waffe gegen Gonokokken

Wie es zu der Entwicklungslücke kommen konnte

Mangelware Antibiotika

Initiative zur Arzneimittelsicherheit

Apotheker in Mittelfranken prüfen Arzneimittel-Mix

Antibiotika-Report der DAK-Gesundheit

Antibiotika: Mehr Aufklärung nötig

Niedersachsens Landwirtschaftsminister zu Antibiotika

Verbraucherschutz muss Lobbyinteressen überwiegen

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.