Arzneimittel und Therapie

Quetiapin oder Aripiprazol

Die Qual der Wahl für Kinder mit Schizophrenie?

rr | In der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychotischen Symptomen scheinen Quetiapin und Aripiprazol ähnlich wirksam zu sein. Das Zünglein an der Waage sind die zu erwartenden Neben­wirkungen.

Vor allem bei Kindern fällt die Wahl auf ein Antipsychotikum schwer. Ein erster Head-to-Head-Vergleich von Quetiapin-ER (extended release) und Aripiprazol soll Ärzten die Therapieentscheidung nun erleichtern. In die dänische Studie wurden 113 Kinder und Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren mit der Diagnose Schizophrenie eingeschlossen. 55 von ihnen erhielten über zwölf Wochen täglich Quetiapin-ER, 58 erhielten täglich Aripiprazol. Sowohl unter Quetiapin-ER als auch unter Aripiprazol sank der Positiv-Score auf der Positiv- und Negativ-Syndrom-Skala (PANSS) – ohne signifikanten Unterschied. Jedoch nahmen die Patienten unter Quetiapin schnell zu (ca. 3,33 kg in zwölf Wochen), und es traten mehr metabolische Nebenwirkungen auf. Unter Aripiprazol kam es hingegen häufiger zu neurologischen Nebenwirkungen wie Akathisie und Sedierung. |

Quelle

Pagsberg AK et al. Quetiapine extended release versus aripiprazol in children and adolescents with first-episode psychosis. Lancet Psychiatry 2017;4(8):605-618

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.