DAZ aktuell

97 Prozent sind Generika

Antibiotika aus der Apotheke

jb/ms | Fast alle in Apotheken ab­gegebenen Antibiotika waren 2016 Generika. Mit dem gestiegenen Generikaanteil ist das Preisniveau deutlich gesunken. Pro Generika kritisiert daher den steigenden Preisdruck und macht diesen für Engpässe mit verantwortlich.
Foto: denisismagilov – stock.adobe.com

Laut einer Erhebung des Berliner IGES-Instituts lag der Generikaanteil bei Antibiotika in der ambulanten Versorgung gesetzlich Versicherter 2016 bei 97 Prozent. Mit dem gestiegenen Anteil ist das Preisniveau gleichzeitig um 38 Prozent gesunken. Der Branchenverband Pro Generika, der die Untersuchung in Auftrag gegeben hat, kritisiert deshalb erneut den hohen Preisdruck. So fielen rund zwei Drittel der außerhalb von Krankenhäusern verordneten Antibiotika noch zusätzlich unter Rabattverträge. Der Preisdruck ist laut Pro Generika auch mitursächlich für die im ambulanten Bereich zu beobachtende insgesamt rückläufige Anbieteranzahl und für eine steigende Marktkonzentration auf Wirkstoffebene. Unter Experten bestehe Einigkeit, dass die Anbieteranzahl in dem Maße abnimmt, wie der Preisdruck weiter steigt, erklärt Pro Generika. Das erhöhe wiederum die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Engpässen. Gerade bei Antibiotika seien aber Engpässe aufgrund der unterschiedlichen Wirkspektren und Resistenzsituationen zwischen den einzelnen Wirkstoffen nicht ohne Weiteres zu kompensieren. |

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