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Barmer will Bevorratung

Engpässe: Hersteller verpflichten

hfd | Weil die bisherigen Anstrengungen gegen Lieferengpässe bei Arzneimitteln und Impfstoffen nicht erfolgreich waren, brauche es Lagerpflichten für Pharmahersteller, fordert der Verwaltungsratschef der Barmer, Bernd Heinemann. Außerdem müsse die Politik Strafen verhängen, wenn Lieferengpässe nicht gemeldet werden.
Foto: Barmer

„Die bisherigen Bestrebungen haben nicht gefruchtet“, erklärte Heinemann gegenüber der Funke-Mediengruppe. Deshalb müsse die Politik die Arzneimittelhersteller zur Lagerhaltung und zur Meldung von Engpässen verpflichten. „Eine Nichtbeachtung dieser Pflicht müsste geahndet werden“, betonte Heinemann. Ohne Strafen handele es sich bei den Maßnahmen seiner Einschätzung nach um „zahnlose Tiger“. Seiner Vorstellung nach sollten das Bundesgesundheitsministerium und das BfArM die Einhaltung der Pflichten überwachen.

Bei der pharmazeutischen Industrie dürfte der Barmer-Vorstoß nicht auf Gegenliebe treffen. Nachdem die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) ähnliche Vorschläge gemacht hatte, hatte der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) dies Anfang 2013 als „Symbolpolitik“ zurückgewiesen. Die Bevorratung sei eine „nationale Aufgabe“. |

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