... auch DAZ noch

Zahl der Woche: Frankreich bei Globuli auf Platz 1

hb/ral | Homöopathische Arzneimittel waren jüngst vor allem wegen des CDU-Vorschlags, sie aus der Apothekenpflicht zu entlassen, im Gespräch. Doch wie beliebt sind homöopathische und anthroposophische Arzneimittel in Deutschland überhaupt? Und wie sieht das in anderen Ländern aus? Laut einer Broschüre der ECHAMP stehen sie vor allem in Frankreich hoch im Kurs. 56 Prozent der Bevölkerung verwenden dort homöopathische Mittel, zwei Drittel davon regelmäßig.

Die European Coalition on Homeopathic and Anthroposophic Medicinal Products (ECHAMP) vertritt die Interessen von etwa 50 Unternehmen, die homöopathische und anthroposophische Arzneimittel herstellen und vermarkten, auf der europäischen Ebene. Den Markt für derartige Arzneimittel beziffert die ECHAMP in der EU derzeit mit rund 1,3 Milliarden Euro. Das entspricht sieben Prozent des gesamten OTC-Marktes. Der Umsatz ist wie folgt verteilt: Vier Fünftel entfallen auf Frankreich (33%), Deutschland (27%), Italien (13%), Spanien (5%) und 22 Prozent auf den Rest der Europäischen Union.

In puncto Homöopathie und Anthroposophie sind somit offenbar vor allem südlichere Länder der EU aufgeschlossen. So verwenden 56 Prozent der Franzosen Homöopathika. In Belgien nutzen 40 Prozent der Haushalte homöopathische Arzneimittel. Jeder zweite Belgier vertraut der Homöopathie für die Behandlung alltäglicher Gesundheitsstörungen. 55 Prozent der Nutzer setzen sie seit mehr als fünf Jahren ein. In Italien haben 35 Prozent der Bevölkerung eine positive Einstellung zur Homöopathie und ca. ein Drittel der Spanier hat ebenfalls schon homöopathische Mittel verwendet. Mehr als ein Viertel nutzt sie regel­mäßig oder von Zeit zu Zeit. 

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