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Vogler: Homöopathie gehört in die Apotheke

Linke zur Debatte um die Apothekenpflicht für homöopathische Arzneimittel

BERLIN (ks) | Nachdem sich Mechthild Heil, Verbraucherschutzbeauftragte der Unionsfraktion im Bundestag, dafür ausgesprochen hat, homöopathische Präparate aus der Apothekenpflicht zu entlassen und die Kennzeichnung der Inhaltsstoffe nur noch in deutscher Sprache auf die Packungen zu drucken, ist eine Debatte entbrannt. Nach SPD und Grünen hat nun auch die Linke diesem Ansinnen widersprochen.

Für die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, Kathrin Vogler, steht fest: „Homöopathika sind klar Arzneimittel und gehören damit in die Apotheke.“ Ihre Fraktion wolle nicht, „dass vom Heilpraktiker bis zum Homöopathie-Shop eine geschlossene Esoterik-Blase entsteht“. Patienten müssten die Möglichkeit haben, auch eine wissenschaftlich fundierte Einschätzung einzuholen. „Insbesondere bei schwereren Erkrankungen sollten sie auf die Notwendigkeit einer anerkannten Therapie hingewiesen werden, was bei der heilpraktischen Behandlung leider häufig nicht geschieht“, so Vogler. Sie räumt ein: „Die fehlende Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel ist hinreichend belegt“. Allerdings löse der Wegfall der Apothekenpflicht kein Problem, sondern drohe nur neue zu schaffen. |

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